Zum heutigen TT-Bericht „Gesundheit: Tirol fehlen 90 Mio. Euro - Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg schlägt Finanzalarm bei den Spitälern. Vom Bund sollen 56 Mio. Euro eingeklagt werden“ teilt FPÖ-Landespartei- und Landtagsklubobmann Gerald Hauser mit: „Im Gesundheitswesen sind Maßnahmen und Reformen zweifelsohne nötig. Mich stört aber, dass bei der Diskussion Missbräuche im Gesundheitswesen fast immer ausgeklammert werden.“ Auch da müsse angesetzt werden. Beispielweise beim E-Card-Missbrauch. „Ein EU-Bürger, der nur einen Tag ins österreichische Sozialsystem eingezahlt hat, kann Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen, bei denen großteils keine Refundierung vorgenommen wird oder diese nur sehr schleppend erfolgt“, kritisiert Hauser. Er erinnert: „Bis zu 53 Millionen Euro haben Auslandspatienten dem Tiroler Gesundheitssystem geschuldet. Bei der Erstattung dieser Kosten unterstützt die EU den Nettozahler Österreich viel zu wenig.“ Arzt- und Spitalskosten von Italienern seien bis zu zehn Jahre lang nicht bezahlt worden. Es müsse dafür gesorgt werden, dass bei Nichtzahlung innerhalb eines Jahres Verzugszinsen verrechnet werden könnten.
<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Wegen der negativen Vorfälle an der Medizin-Uni sei mit einem Patientenrückgang zu rechnen. Das bedeutete auch, dass die Einnahmen der Tilak zurückgehen würden. Daher müsse sein Landtagsantrag betreffend Schaffung einer neuen Trägergesellschaft auch aus Gründen der Sparsamkeit umgesetzt werden, fordert LAbg. Hauser.



