05. März 2010

NAbg. Carmen Gartelgruber: Neue Lösungen statt alter Zahlen!

 

Nicht repräsentative Zahlen aus dem Jahr 2007 in der Einkommensdiskussion zu verwenden, ist wenig seriös

„Die vorliegenden Statistiken zur Einkommensdifferenz sind ohnehin meist mehr als fragwürdig, weil sie einfach nur von Median-Einkommen ausgehen, anstatt Branchen und Entlohnungsgruppen, Teilzeitarbeit etc. zu berücksichtigen. Dann aber auch noch ‚alte‘ Zahlen aus dem Jahr 2007 in die Diskussion zu werfen, die noch dazu von 2006 bis 2008 gleichbleibend sind, ist wenig seriös“, erklärt FP-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber zur aktuellen Medienberichterstattung.
Nur im Vorfeld des Weltfrauentags Wirbel zu machen, sei zu wenig, meint Gartelgruber: „Es wäre wesentlich sinnvoller, endlich eine aussagekräftige Statistik zu erstellen und entsprechende Maßnahmen zur besseren Ausbildung von Mädchen und Frauen, zur Beratung bei der Berufswahl sowie zur Hilfe beim Wiedereinstieg und zur Aufwertung der Teilzeitarbeit zu setzen!“
Abzulehnen seien sowohl die Pläne von Frauenminister Heinisch-Hosek, anhand von Quotenregelungen den Frauenanteil in Spitzenpositionen der Wirtschaft zu erhöhen wie auch die vorgesehene betriebsinterne Offenlegung der Durchschnittsgehälter in Betrieben ab einer Größe von 25 Mitarbeitern: „Diese stellen einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Dispositionsfreiheit der Unternehmer dar. Ich bin auch nicht überzeugt, dass eine anonyme Bekanntgabe der Gehälter eine Verbesserung in dieser Situation bringt, da ein seriöser Vergleich sich sehr schwierig gestalten wird. Wenn Frau Minister sich das Ziel gesetzt hat, Unruhe und Unzufriedenheit zwischen Männern und Frauen, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu schüren, ist sie aber sicher auf dem besten Weg. Eine tatsächliche Verbesserung für Frauen wird sie damit aber nicht erreichen.“
Rückfragen: NAbg. Carmen Gartelgruber 0664/8257692

 
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