Die unverzügliche Suspendierung des zuständigen säumigen Staatsanwaltes im Skandal um den türkischstämmigen mutmaßlichen Bogenmeilen-Serienvergewaltiger fordert der Tiroler FP-Nationalratsabgeordnete DDr. Werner Königshofer. „Die jetzt endlich erfolgte Verhaftung des Verdächtigen kam viel zu spät. Den betroffenen Frauen wäre viel Leid erspart geblieben, wenn die Behörden nicht versagt und rechtzeitig in der hier gebotenen Schärfe durchgegriffen hätten“, kritisiert der freiheitliche Mandatar.
Für Königshofer hatten nach den massiven Anschuldigungen gegen den Mann – er war nicht nur für die Tiroler, sondern auch für die Salzburger Kriminalisten längst kein unbeschriebenes Blatt mehr – bereits im vorigen Herbst triftige Haftgründe vorgelegen. Königshofer hatte daher das laxe Vorgehen der Staatsanwaltschaft schon im September 2009 angeprangert. Nach dem neuerlichen Sexualverbrechen, diesmal verübt an einer 30jährigen Innsbruckerin, fühlt sich Königshofer in seiner damaligen Kritik bestätigt: „Das jetzt wieder mit außerordentlicher Brutalität verübte Delikt, gepaart mit einem hohen Maß an Zynismus, hätte verhindert werden können, wenn der Täter rechtzeitig hinter Schloss und Riegel gekommen wäre.“
Königshofer fordert im Interesse eines legitimen Opferschutzes aber nicht nur präventive und strafende Maßnahmen gegen Täter, sondern auch die umgehende Ablösung von Ermittlern, die offenbar unfähig sind oder einer übervorsichtigen und zudem falschen Rechtsauslegung anhängen, welche Kriminelle nur zu noch dreisteren Taten animiert. An gewisse Tätergruppen werden in jüngster Zeit verstärkt Signale ausgesendet, dass sie, was immer sie auch tun, nichts zu befürchten haben. Das gefährde nicht nur die Sicherheit, sondern auch das Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat, stellt Königshofer fest.
Freilich sei ihm bewusst, so Königshofer, dass sich bei manchen Frontleuten in der Exekutive zunehmend Frust und Resignation breit machen, wenn sich dort die personellen Ressourcen als immer unzureichender erweisen, und wenn sich zudem Staatsanwälte und Richter immer wieder einseitig auf die Seite der Täter anstatt der Opfer stellen. „Korrekt und gleichzeitig streng vorgehende Ermittler müssen den vollen Rückhalt von Öffentlichkeit und Politik haben“, schließt Königshofer und betont, „im Rechtsstaat muss Opferschutz vor Täterschutz gelten!“
05. März 2010
Für Königshofer kam Verhaftung des mutmaßlichen türkischen Serienvergewaltigers viel zu spät

Top-Themen am 09. September 2010
Top-Themen am 07. September 2010
Top-Themen am 06. September 2010
Top-Themen am 05. September 2010


