Zum heutigen TT-Bericht „Platter schaltet Regierung ein – Im Streit um zweisprachige Wanderschilder in Südtirol plädiert LH Durnwalder für ,vernünftige’ Lösung. LH Platter wird heute Außenminister Spindelegger über Situation informieren“ stellt Mag. Gerald Hauser, FPÖ-Landespartei- und -Landtagsklubobmann, fest: „Für mich ist eine zweisprachige Beschilderung nicht hinnehmbar.“ Es handle sich um eine zentralistische Forderung und den Versuch, die Autonomie auszuhöhlen, tadelt Hauser. Er verweist auf ein Beispiel in Aosta: „Dort hat man eine historische Lösung gefunden.“ In einem jüngst in Medien veröffentlichten Interview mit dem aostanischen Kammerabgeordneten Roberto Nicco habe der Historiker erklärt, in Aosta seien seit 1946 alle Schilder einnamig frankoprovenzalisch. Es habe laut Nicco nie Sicherheitsprobleme gegeben, kein Urlauber habe sich aufgeregt, habe Nicco in seinem Erfahrungsbericht geschildert. Interessant sei, dass im Aostatal das Frankoprovenzalische nach dem Zweiten Weltkrieg vielerorts vom Italienischen verdrängt worden sei und heute längst nicht von allen Bürgern gesprochen werde. „Im Aostatal wurde eine gute Lösung gefunden. Das Finden einer solchen sollte auch in Südtirol möglich sein“, stellt Hauser fest.
27. Juli 2010
KO LA Hauser: Beim Schilderstreit aufs Beispiel Aosta blicken, wo alle Schilder einnamig sind

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