Skip to main content
12. November 2008

Tiroler Landesanleihe

DRINGLICHE ANFRAGE der Abgeordneten Gebi Mair, Mag. Gerald Hauser u.a. an den Landesrat für Finanzen, Christian Switak

Aufgrund der derzeitigen Finanzkrise sind viele Menschen verunsichert und  suchen  nach sicheren Anlagemöglichkeiten für ihr angespartes Kapital. Die Nachfrage nach Staatsanleihen ist stark gestiegen. Staatsanleihen ermöglichen  langfristiges Anlegen von Kapital bei gleichzeitig hoher Sicherheit durch die hohe Bonität der öffentlichen Hand und garantieren solide Zinserträge.

Die Aufnahme einer Anleihe erfolgt ohne Zwischenschaltung von Banken und deren Ertragsinteresse. Das Risiko, das mit Bankkrediten verbunden ist, beispielsweise plötzlich auftretender hoher Liquiditätsbedarf und dadurch Fälligstellung kommt bei Anleihen nicht zum Tragen.

Mit den aufgenommenen Geldern können einerseits Maßnahmen zur Arbeitsplatzssicherung finanziert werden, beispielsweise Förderungen des Landes für kommunale Infrastrukturprojekte wie Wärmedämmungen für öffentliche Gebäude. Andererseits können seitens des Landes mit dem aufgenommenen Geld auch Konjunkturbelebungsprogramme für Private finanziert werden, indem beispielsweise zinsbegünstigte Darlehen für die Wohnraumsanierung oder Heizungsumstellungen ausgegeben werden.

 

Die unterzeichneten Abgeordneten stellen deshalb folgende Fragen:

1.     Wurde seitens der Landesregierung die Möglichkeit angedacht, eine Landesanleihe auszugeben und wenn ja mit welchem Ergebnis?

2.     Wie hoch ist die derzeitige durchschnittliche Zinsbelastung für Kapitalaufnahmen seitens des Landes, dargestellt jeweils für einjährige, fünfjährige, zehnjährige, fünfzehnjährige, zwanzigjährige und mehr als zwanzigjährige Kapitalaufnahmen?

3.     Bei welchen Einrichtungen und Institutionen bestehen derzeit Kapitalaufnahmen des Landes in welcher Höhe?

 

Innsbruck, am 5. 11. 2008

 

© 2018 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.