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06. Juli 2017 | Reutte

Walch: „Die Zusagen der ÖVP sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen!“

FPÖ lässt Argumente zur Schließung nicht gelten und setzt sich weiter für den Erhalt der Volksschule Lechleiten ein.

Landesrätin Palfrader schickt aus Feigheit nun Inspektorin Müller vor und der FPÖ-Bezirksobmann Fabian Walch meint dazu: „Die erwartete Märchenstunde wurde nun abgehalten und keines der genannten Argumente ist nachvollziehbar.“

Landesrätin Palfrader, die sich nun hinter Inspektorin Müller versteckt, führt an, dass Schule nicht mehr nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen ist. „Wenn ich mir die Pisa-Studie ansehe, dann sollte man sich aber genau auf diese Bereiche konzentrieren. Es ist nämlich leider längst nicht mehr sicher, dass alle Kinder, die ausgeschult werden diese Fertigkeiten ausreichend beherrschen. Abgesehen davon traue ich dem Schulleiter zu, dass er den Kindern auch Kompetenzen darüber hinaus vermitteln kann“, kontert Walch. Ein weiteres Argument der „Volksschul-Liquidatorin“ Palfrader ist die Neue Mittelschule, welche für die Freiheitlichen ohnehin eine Katastrophe ist. „Wir Freiheitliche haben uns schon immer für ein differenziertes Schulsystem und die damit verbundene Wahlfreiheit eingesetzt. Nur so können individuelle Stärken gefördert werden“, gibt der junge Bezirksobmann zu bedenken.

Das Argument der Diversität wird dann noch von Inspektorin Müller als Argument aus dem Köcher geholt. „Diversität mag seine Vorteile haben, aber kleine Schulen, wie die Volksschule Lechleiten bieten ganz andere Qualitäten. Der Lehrer kann auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler viel besser eingehen. Darüber hinaus lernen die Schüler eine Kameradschaft untereinander, die sie in einer anderen Schule nicht erleben würden. Zusätzlich lernen sie, sich über die Altersgrenzen hinweg gegenseitig zu unterstützen und respektvoll miteinander umzugehen. Der Faktor der Schule als Kulturträger und Identitätsstifter für das ganze Umfeld wurde bereits in einer vorherigen Aussendung angeführt“, hält Walch dagegen.

Außerdem gibt Walch zu bedenken, dass „die ÖVP der Schulreform mit dem Argument zugestimmt, dass durch Pflichtschulcluster mehrere Schulen einen Direktor haben könnten und dadurch Kleinschulen erhalten werden könnten. Nun aber will die Tiroler ÖVP elf Volksschulen, darunter Lechleiten, obwohl sie sich noch vor nicht allzu langer Zeit für diese ausgesprochen hat, auflassen. Die Zusagen der ÖVP sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen!“

„Am meisten ärgert mich aber, dass nun den Eltern vorgeworfen wird, dass sie nicht das Wohl ihrer Kinder im Blick hätten. Genau das Gegenteil ist der Fall, jeder, der sich selbst ein Bild vor Ort gemacht hat, wird bestätigen können, dass der Zusammenhalt, die Geborgenheit und auch der Unterricht vorbildhaft sind und einzig dem Wohl der Kinder dient“, gibt Walch zu bedenken und stellt abschließend fest: „Mir ist mittlerweile klar, dass der Frau Landesrätin die Kinder völlig egal sind. Ich frage mich nur, welche Beweggründe wirklich dahinterstecken, dass hier dermaßen drübergefahren wird und so kalt und ohne Gespür agiert wird?“

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