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Abwerzger: „Die Causa-Ischgl entwickelt sich zu einem politischen Kriminalfall.“

Tiroler Behörden sollen Ministeriums-Erlass missachtet haben. LH Platter kommt immer mehr unter Druck.

Laut dem Politmagazin „profil“ hat das Land Tirol einen Erlass des Gesundheitsministeriums von Ende Februar missachtet, wonach alle engen Kontaktpersonen von Corona-Infizierten per Bescheid für 14 Tage in Heimquarantäne zu schicken gewesen wären. Für den Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger ist diese Information eine wahre „Politbombe“.

„Man hat Personen nicht als Verdachtsfälle eingestuft, obwohl es dazu mehr als Anhaltspunkte gegeben hat. Die Warnungen der isländischen Behörden wurden einfach ignoriert, und in Tirol meinen doch tatsächlich die Verantwortlichen immer noch, sie hätten alles richtiggemacht“, zeigt sich Mag. Abwerzger bestürzt, der hinzufügt: „Die Causa-Ischgl endwickelt sich mehr und mehr zu einem politischen Kriminalfall.“

Der Tiroler FPÖ-Chef konkretisiert: „Der Misstrauensantrag der Opposition gegen ÖVP-Gesundheitslandesrat Dr. Bernhard Tilg war mehr als berechtigt, er hätte spätestens diese Woche freiwillig seinen Platz räumen müssen“, und fügt hinzu, dass sich nun zunehmend der Fokus auf ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter richtet. „Hätte man im Bezirk Landeck und anderen Bezirken früher und richtig reagiert, wie in Innsbruck am 25.02., so wäre uns viel erspart geblieben. So hätten man sich möglicherweise den gesamten Lockdown - zumindest in dieser drastischen Art und Weise - ersparen können“, erläutert Mag. Abwerzger, der LH Platter auffordert: „Endlich ebenso Verantwortung zu übernehmen.“

Abschließend fügt der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann hinzu: „Es ist mehr als traurig, dass man in den Landtagssitzungen derart lange diskutieren muss, die Zuständigen aber wie Platter und Tilg wissen mussten, dass der Erlass des Ministeriums ignoriert wurde, und es noch immer keine Konsequenzen gibt. Etwas steht jedenfalls fest: „LH Platter kommt immer mehr unter Druck.“

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