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06. Juni 2018 | Innsbruck-Land

Achhorner: „Denkmalschutz und Revitalisierung ist vor allem im ländlichen Gebiet eine wichtige Säule zur Erhaltung der Kultur und Tradition!“

FPÖ-Wohnbausprecherin fordert den Erhalt des gotischen Widums in Gries am Brenner.

Die Diskussion rund um das historische Widum in Gries am Brenner nimmt freiheitliche Sprecherin für Bauen und Wohnen LAbg. Evelyn Achhorner zum Anlass, auf die besondere Bedeutung derartiger architektonischer Juwelen im Land hinzuweisen. „Der Denkmalschutz, insbesondere auf dem Land, darf nicht als lästige Pflicht gesehen werden. Die Bauwerke sind ein Zeichen der Geschichte und haben eine ganz besondere Bedeutung für die Kultur und Tradition.“

In Gries am Brenner wurde 2011 nach einem Steinschlag ein großräumiges Sperrgebiet mit Betretungsverbot erlassen. Davon betroffen auch das spätgotische Widum. 2012 wurde ein Abbruchbescheid für das Widum erlassen, dieser jedoch von der Gemeinde nicht vollzogen. Seit 2016 hat das Widum einen neuen Besitzer, der auch eine Renovierung durchführen will. Das Bundesdenkmalamt hat das, im Kern aus der Mitte des 15. Jh. stammende, Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Der Grieser Bürgermeister will jedoch weiterhin den Abriss des Widums vorantreiben und hat beim Bundesverwaltungsgericht den Bescheid beeinsprucht.

Achhorner merkt dazu an: „Gesetzte und Bescheide sind selbstverständlich einzuhalten. Da in diesem Fall jedoch seit dem Abbruchbescheid einige Zeit vergangene ist, liegt es im Interesse aller Beteiligten, die Situation nochmals eingehend zu prüfen.“ Ihr Appell richtet sich nun sowohl an das Land als auch an den Bürgermeister von Gries am Brenner Karl Mühlsteiger. „Ein Erhalt dieses Bauwerkes wäre ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation der Geschichte und Tradition in unserem Land. Statt festgefahrenen Fronten sollen durch innovative und kreative Lösungen auch die architektonische Vielfalt in Tirol bewahrt werden.“, stellt die hauptberufliche Architektin abschließend fest.

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