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02. August 2018

FW Tirol: „Heimische Bauwirtschaft darf nicht Buhmann von Kalkulationsfehlern der öffentlichen Hand sein!“

„System- und Abwicklungsfehler bei öffentlichen Bauvorhaben dürfen nicht der heimischen Wirtschaft übertragen werden“

Für Winfried Vescoli, Obmann der „Freiheitlichen Wirtschaft Tirol/FW-Tirol“ ist das Wort „Baukostenüberschreitung“ bereits jetzt das Unwort des Jahres.

„Bei allen öffentlichen Vorhaben müssen wir derzeit mit diesem Unwort leben.“, bringt Vescoli die Beispiele Patscherkofelbahn oder Haus der Musik in Erinnerung. „Aber auch bei kleineren Projekten, wie das Park&Ride Gebäude der ÖBB in Matrei a. Br. müssen die ÖBB und die Gemeinden nachfinanzieren, da die ursprüngliche Budgetierung nicht eingehalten wurde.“

Hinter vorgehaltener Hand werden Gerüchte lanciert, dass die heimische Bauwirtschaft Hauptschuld an den Kostenüberschreitungen sein sollen.

Vescoli sieht diese Entwicklung bedenklich. „Die Politik und Bürokratie darf sich keinen neuen Schuldigen suchen, sondern muss aus den Fehlern lernen und Konsequenzen ziehen. Sowohl in den Ausschreibungsunterlagen als auch in der Abwicklung müssen Transparenz und Kostenkontrolle verstärkt eingehalten werden.“, fordert Winfried Vescoli die Einhaltung der Hausaufgaben.

Die teilnehmenden Firmen bei einer Ausschreibung erstellen die Kalkulationen anhand der Ausschreibungsunterlagen. Nachträgliche Sonderwünsche, Fehler in der Ausschreibung oder Nichtberücksichtigungen von Ö-Normen sind ein großer Teil der Baukostenüberschreitungen.

„Hier liegt die Verantwortung aber deutlich beim Auftraggeber und nicht bei der ausführenden Firma. Auch die Entwicklung des Index kann nicht nur, sondern sollte als Mussbestimmung im Rahmen einer Budgetierung eines öffentlichen Projekts eine Selbstverständlichkeit sein.“

„Politiker dürfen sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen und die Schuld ausführenden Firmen übertragen. Damit wird das Vertrauen in die heimische Wirtschaft untergraben und die Glaubwürdigkeit der Unternehmer aus dem Bau-, Elektro oder Installationsbereich erschüttert.“, hält der FW-Tirol Obmann abschließend fest.

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