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07. Juli 2020 | Landtag, FPÖ, Gesundheit, Innenpolitik

Haslwanter: „Politisches Multiorganversagen in der Frage der finanziellen und personellen Zukunft der Tiroler Spitäler.“

FPÖ fordert weitgreifendes Maßnahmenpaket um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu garantieren.

Der jüngste Bericht des Tiroler Landesrechnungshofes zur wirtschaftlichen Lage der Tiroler Spitäler, den die Tiroler Tageszeitung veröffentlichte, ist für den FPÖ-Gesundheitssprecher im Tiroler Landtag und AK-Vorstand LAbg. KR Patrick Haslwanter der Beweis, dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist: „Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig ein funktionierendes Krankenhaussystem für die Gesundheitsversorgen ist“, erläutert Haslwanter.

Der FPÖ-Politiker ortet ein politisches Multiorganversagen in der Frage der finanziellen und personellen Zukunft der Tiroler Spitäler. „Die Abgänge der Tiroler Krankenanstalten steigen ins unermessliche, bezahlen müssen es die Steuerzahler. Die Politik hat über Jahre hinweg tatenlos zugesehen und keine Maßnahmen ergriffen.“

Für Haslwanter braucht es ein weitgreifendes Maßnahmenpaket um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu garantieren, die finanziell zu Spitäler entlasten und die Abgänge zu reduzieren: „Es braucht eine Entlastung der Ambulanzen, welche nur möglich ist durch die Stärkung und den Ausbau des niedergelassenen Bereiches, unser Antrag für ein Fördermodell des extramuralen Bereiches, wurde im Landtag leider ausgesetzt. Es braucht ebenso dringend ein Förderprogramm für die Installierung von Gemeinschaftspraxen, insbesondere im ländlichen Raum“, hält Haslwanter fest, der auch darauf verweist, dass die Patientenströme besser koordiniert werden müssen, um den ambulanten Bereich zu entlasten.

Der FPÖ-Gesundheitssprecher schlägt auch eine EU-Institution zur Abrechnung der Kosten für Behandlungen von Gastpatienten aus EU-Staaten vor: „Die Behandlungskosten sollten direkt mit den jeweiligen Versicherungen abgerechnet werden können, denn die Spitäler warten derzeit oft jahrelang auf die Refundierung der Behandlungskosten.“ Haslwanter erinnert auch daran, dass das Potenzial ausländischer Medizinstudenten ausgeschöpft werden muss: „Die österreichischen Steuerzahler finanzieren unzähligen EU-Bürgern das Medizinstudium, hier könnten ausgebildete Mediziner zu einem Dienstjahr nach Studienende in Tiroler Krankenhäusern verpflichtet werden.“

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