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09. August 2018

Walch: „Stärkung des Lokalpatriotismus und Rückbesinnung auf konservative Werte sind Schlüssel, um Abwanderung umzukehren!“

FPÖ fordert neue Wege im Kampf gegen die Abwanderung zu beschreiten

In den letzten Tagen ist der ländliche Raum in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Nachdem eine Studie für Strategien zur Dezentralisierung der Landesverwaltung veröffentlich wurde, lag auch ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden und Bezirke nahe. Dabei stellt man ernüchternd fest, dass der ländliche Raum weiterhin teils mit massiver Abwanderung zu kämpfen hat. Die Talschaften werden ausgedünnt, wobei ein Zug in Talkessel und Zentralraum zu beobachten ist. Namlos beispielsweise ist mittlerweile gar in seiner Existenz bedroht. Insgesamt stagniert die Bevölkerungszahl im Außerfern, überaltert allerdings. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den anderen Tiroler Bezirken.

Ein Bündel von Maßnahmen ist nötig, um dem entgegen zu wirken. Dafür wurde die letzten Jahre auch viel Geld in die Hand genommen. Etwa für den Ausbau der Infrastruktur, Dezentralisierung, Kooperationen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Bildungsangebot, Breitbandausbau, Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, Unterstützung der Vereine und vieles mehr. Da dies alles wichtig aber auch sehr kostspielig ist, werden diese Maßnahmen irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Natürlich gibt es keine eindimensionale Lösung, aber man kann neue Aspekte entdecken.

 

„Zwei dieser neuen Aspekte, welche von linker Seite bisher erfolgreich unterdrückt worden sind, sind zum einen der Kampf gegen die niedrige Geburtenrate der einheimischen Frauen und zum anderen die Stärkung des Lokalpatriotismus sowie konservativer Werte in einer globalisierten Welt. Was die Geburtenraten betrifft, müssen wir weg vom negativen Kinderbild. Kinder zerstören nicht die Karriere und sind auch nicht nur finanzielle Belastung. Kinder sind vor allem ein Geschenk, sie bereichern und sichern unsere Zukunft. An sie geben wir unsere Kultur und Traditionen weiter und sie garantieren, dass ein Teil von uns fortbesteht. Einhergehend müssen konservative Werte, wie Familie gestärkt werden, da diese auch als soziale Netze fungieren“, stellt der Außerferner FP-Bezirksobmann Fabian Walch fest.

Was den Lokalpatriotismus anbelangt, muss dieser wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Gerade in unserer schnelllebigen und globalisierten Welt, ist die Verwurzelung zur Heimat enorm wichtig. Auch wenn die Linken massiv versucht haben Patriotismus und Heimatverbundenheit zu zerstören, sind sie grandios damit gescheitert, da es einfach zum Menschsein dazugehört“, gibt Walch zu bedenken.

„Ein besonderes Phänomen erfasst zurzeit Deutschland. Dort ziehen viele „Ostdeutsche“ in ihre Heimat zurück, trotz geringerer Bezahlung. Besonders positiv ist die Entwicklung aktuell in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Nach jüngsten Erkenntnissen spielt die Familie für die Rückkehr die größte Rolle, dicht gefolgt von der Verbundenheit zur Heimat und der geringe Migrantenanteil. Dominierende Faktoren sind dabei Lebensgefühl, Landschaft, Tradition, Kultur und Religion. Walch meint dazu: „Alles konservative Werte, was meine Theorie untermauert. In Ostdeutschland wurde zwar noch nicht ganz die Trendwende erreicht aber die massive Abwanderung seit dem Mauerfall wird wieder etwas ausgeglichen. Diese Erkenntnisse zeigen, dass die Rückbesinnung auf konservative Werte und die Stärkung des Heimatbewusstseins übersehene Faktoren zur Stärkung des ländlichen Raumes sind.“ In der Vergangenheit wurde dies von den Linken sogar regelrecht bekämpft. Für Walch gilt deshalb: „Weg von gescheiterten Multikulti-Fantastereien hin zur Stärkung des bewährten Lokalpatriotismus!“

Abschließend fordert Walch die linken Denkmuster zu verlassen, zu konservativen Wurzeln zurückzufinden und hofft, mit diesem Beitrag eine breite, öffentliche Diskussion anzustoßen. Dabei bietet er der ÖVP an, sich die „neuen“ Erkenntnisse zu Herzen zu nehmen. Ob dies auf Landesebene mit dem grünen Koalitionspartner jedoch machbar ist, bleibt mehr als fraglich.

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