18. August 2026 | Landtag, Bezirke

Abwerzger: Bärendienst für den Tiroler Spitzensport Gemeindeführung in Wattens lässt WSG Tirol im Stich!

Sportlandesrat Wohlgemuth soll die Haftung von Seiten des Landes Tirol zu übernehmen. Wer den Tiroler Fußball ernst nimmt, muss jetzt handeln. Spitzensport nicht nur feiern, wenn es gut läuft, sondern ihn auch dann zu unterstützen, wenn es darauf ankommt.

Tirol ist ein Sportland. Dazu gehören gleichermaßen Breitensport und Spitzensport. Die WSG Tirol vertritt Tirol seit Jahren in der höchsten österreichischen Spielklasse und hat sich dort behauptet. Dass die Gemeindeführung von Wattens den Verein in der aktuellen Situation im Stich lässt und die notwendige subsidiäre Ausfallshaftung für den Stadionneubau ablehnt, ist ein Bärendienst für den Tiroler Spitzensport“, kritisiert der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann KO Mag. Markus Abwerzger.

Die Genese des Projekts mache das Versagen besonders deutlich: Seit Jänner habe die WSG intensiv an der Finanzierung gearbeitet und von Beginn an eine hohe Eigenbesicherung eingebracht. Um den engen Bauzeitplan mit Fertigstellung im Dezember 2026 halten zu können, startete der Verein bereits im April ohne finale Finanzierungszusage mit der Bauphase 1 am Rasen. Nachdem die Banken aufgrund der Sonderstellung des Vorhabens und mangels Referenzprojekten nahezu eine Vollbesicherung verlangten, reduzierte die WSG die Bausumme, mobilisierte zusätzliche Eigenmittel und sicherte inzwischen über 80 Prozent ab. Nun fehlten lediglich eine Million Euro als subsidiäre Ausfallshaftung – und genau an dieser Stelle lasse die Gemeindeführung den Verein im Stich.

„Sollten Bürgermeister und Gemeinderat, wobei sich ja FPÖ, SPÖ, MFG und ÖVP für die Ausfallshaftung zugunsten der WSG Tirol ausgesprochen hatten, bei ihrer ablehnenden Haltung bleiben, fordere ich den zuständigen Sportlandesrat Wohlgemuth auf, die Haftung von Seiten des Landes Tirol zu übernehmen. Erfolgreicher Spitzensport darf nicht an der Engstirnigkeit einiger weniger Entscheidungsträger scheitern“, stellt Abwerzger klar.

Durch den Aufstieg des FC Wacker in die zweite Bundesliga und die Leistung der WSG in der ersten Bundesliga ist Tirol im Fußball wieder wer. Das muss auch von der Politik unterstützt werden. Erfolgreicher Spitzensport ist gleichzeitig Garant für den Jugend- und Breitensport und ein Aushängeschild für das Land Tirol. Auch die Führung der Gemeinde Wattens sollte sich des positiven Images und der jahrzehntelangen Tradition der WSG für den Ort stärker bewusst werden.

Zum sportlichen Erfolg und zu einem ausgewogenen wirtschaftlichen Fundament gehörten zwingend eine eigene Infrastruktur vor Ort. Ein bundesligataugliches Stadion in Wattens sei daher notwendig. Die WSG habe den Großteil der Finanzierung und Besicherung selbst aufgestellt und bitte lediglich um eine subsidiäre Ausfallshaftung – keine direkte Zahlung.

Abwerzger abschließend: „Wer den Tiroler Fußball ernst nimmt, muss jetzt handeln. Die Politik ist gefordert, Spitzensport nicht nur zu feiern, wenn es gut läuft, sondern ihn auch dann zu unterstützen, wenn es darauf ankommt.“

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