„Was das Finanzministerium hier abliefert, ist ein Affront gegenüber Tirol – und ein weiterer Beweis dafür, dass die Bundesregierung die Regionen systematisch ausdünnt“, stellt FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger zur kolportierten organisatorischen Zerschlagung der Finanzamtsstruktur klar. „Dass Landeck künftig vom Vorarlberger Finanzamt Feldkirch aus geführt werden soll, ist nicht nur sachlich absurd, sondern politisch eine glatte Brüskierung unseres Bundeslandes.“
Besonders scharf kritisiert Abwerzger die Rolle von ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle: „Mattle produziert gerne medienwirksam plakative Überschriften und geriert sich neuerdings als Mahner der Nation, aber wo ist sein echter Einsatz für Tirol? Unter seiner Politik verliert Tirol die postalische Versorgung, die Exekutive wird zu Tode gespart, und jetzt auch noch dieser Affront des Bundes bei den Finanzämtern. Mattles angebliches bundespolitisches Gewicht, das von ÖVP-Spin-Doktoren herbeigeschrieben wird, beläuft sich doch nur auf wenige Gramm. Es ist höchste Zeit, dass er sich zum ersten Mal wirklich für Tirol einsetzt.“
Abwerzger betont, dass die Zusammenlegung der Dienststellen Landeck und Reutte seit 2005 funktioniere und keinerlei sachliche Grundlage für eine Zerschlagung bestehe. Landeck wird aus Tirol herausgerissen, obwohl Innsbruck geografisch wie organisatorisch näher liegt. Die Zuständigkeit des Bundesfinanzgerichts wandert nach Feldkirch, was für Betroffene zusätzliche Wege und Belastungen bedeutet. Der Bund ignoriert einmal mehr regionale Bedürfnisse, obwohl 65 Mitarbeiter in Landeck und 35 in Reutte direkt betroffen sind.
„Das Finanzministerium verkauft diese Maßnahme als ‚Modernisierung‘, in Wahrheit ist es ein weiterer Schritt zur Zentralisierung und zur Schwächung der ländlichen Regionen“, so Abwerzger.
Abwerzger erinnert daran, dass Tirol unter Mattle bereits mehrfach Federn lassen musste:
- Postschließungen und Ausdünnung der postalischen Versorgung im ländlichen Raum.
- Schließungen und Zusammenlegungen von Polizeidienststellen, die die Sicherheit in den Tälern schwächen.
- Jetzt die Zerschlagung der Finanzamtsstruktur.
„Es ist immer das gleiche Muster: Der Bund spart auf Kosten Tirols – und der Landeshauptmann schaut zu, bis er ein paar Tage später empört in den Medien steht. Das ist keine Interessenvertretung, das ist politisches Theater.“
Abwerzger fordert eine klare Tiroler Front gegen die Pläne des Finanzministeriums: „Diese Entscheidung muss zurückgenommen werden. Tirol braucht starke regionale Strukturen, keine Fremdverwaltung aus Vorarlberg. Wenn Mattle es nicht schafft, sich in Wien durchzusetzen, dann soll er es offen sagen – und nicht weiter so tun, als hätte er irgendeinen Einfluss.“