09. Juni 2026 | Landtag, Nationalrat, Bezirke

Abwerzger: „Bundesregierung opfert Tirol und gefährdet den BBT - Brenner-Zulauf erst 2045 ist keine Option“

Die schwarz-rot-pinke Bundesregierung tritt die Interessen Tirols beim Bahnausbau mit den Füßen. Statt der vereinbarten Inbetriebnahme der Unterinntal-Bahn 2039 droht eine Verschiebung um bis zu sechs Jahre – im schlimmsten Fall bis 2045.

FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger übt scharfe Kritik an diesem fatalen Signal: „Der Brenner-Zulauf erst 2045 ist keine Option. Die Zukunft des Transitverkehrs steht und fällt mit einem voll ausgelasteten Brenner-Basistunnel. Ohne die Unterinntaltrasse gibt es auch keine Zulaufstrecken in Bayern. Die Deutschen warten nur auf ein Argument, um das Vorhaben in die Länge zu ziehen. Der BBT kann ein echter Game Changer sein, aber nur, wenn auch die Bundesregierung ihre Verpflichtungen gegenüber Tirol einhält. Sonst wird das ein Milliardengrab.“  

Abwerzger verweist auf die klare Botschaft der Tiroler Bevölkerung: Die Brenner-Demo mit 5.700 Teilnehmern Ende Mai habe unmissverständlich gezeigt, dass die transitgeplagte Bevölkerung endlich Entlastung von der Straße auf die Schiene braucht. Mehr als eine Million Lkw sollen langfristig verlagert werden – ohne die rechtzeitige Fertigstellung der Zulaufstrecken bleibt das reine Theorie.  

„Wer den ÖBB-Rahmenplan aufschnüren will, stellt sich gegen die Tiroler und hat nach dieser Demo offenbar immer noch nicht verstanden, worum es geht“, so Abwerzger. Er fordert die Bundesregierung auf, noch vor der Budgetrede von Finanzminister Marterbauer am Mittwoch ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Zulaufstrecken zum Brenner-Basistunnel abzugeben.  

Besonders deutlich wird der FPÖ-Landesparteiobmann gegenüber den Tiroler Abgeordneten der Regierungsparteien in Wien: „Diese müssen jetzt Druck machen. Da geht es jetzt ans Eingemachte, sonst findet die nächste Tiroler Demo vor dem Parlament in Wien statt. Der Ausbau der Unterinntaltrasse sei im ÖBB-Rahmenplan vereinbart und per Gesetz beschlossen. Eine Aufweichung aus budgetären Gründen sei nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Tiroler, sondern auch ein verheerendes Signal nach Berlin.“

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