„Während politische Parteien offiziell nicht als Aussteller zugelassen werden sollen, durften ÖVP-nahe Vorfeldorganisationen wie der Tiroler Bauernbund und der Seniorenbund wiederholt prominent auf Innsbrucker Messen präsent sein - zuletzt der Bauernbund im November auf der Agro Alpin und der Seniorenbund auf weiteren Veranstaltungen", kritisiert der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger.
Diese offensichtliche Doppelmoral ist kein Zufall, sondern ein Muster: Die CMI wendet ihre eigenen Regeln willkürlich an, wenn es der schwarz geführten Landespolitik nützt. Die Ausreden des Messe-Managements und der ÖVP - Bei Messen hat Parteipolitik nichts verloren" - wirken vor diesem Hintergrund zynisch und unglaubwürdig.
„Besonders perfide: Selbst eine indirekte Bewerbung politischer Parteien ist laut Geschäftsbedingungen untersagt - doch beim Seniorenbund wird plötzlich von einer sachlichen Ergänzung" gesprochen", so Abwerzger.
Abwerzger stellt klar: Landeshauptmann Anton Mattle und seine ÖVP tragen die politische Verantwortung für dieses Vorgehen. Als Eigentümervertreter der Messe- Infrastruktur und als einzige Partei, die von diesen Ausnahmen profitiert, duldet und fördern er und die ÖVP ein System, in dem demokratischer Wettbewerb nur dann erwünscht ist, wenn er der eigenen Machtzentrale dient. Wer andere Stimmen systematisch ausschließt, während schwarze Vorfeldstrukturen Tür und Tor geöffnet bekommen, zeigt ein eindimensionales, Demokratieverständnis, das mit fairen Spielregeln nichts mehr zu tun hat."
Die FPÖ werde jedenfalls hinkünftig sämtliche ihrer Vorfeldorganisationen und befreundeten Organisationen (Freiheitliche Wirtschaft, Freiheitliche Jugend, Freiheitliche Studenten, Freiheitlichen Bauern, Freien Senioren, ...) den Tipp geben, sich bei den Messen als sachliche Ergänzung" anzumelden.