10. August 2026 | Landtag

Abwerzger: „Eine Standesvertretung, die mehrheitlich von den Pflichtmitgliedern in Frage gestellt wird, hat keine Legitimation mehr.“

FPÖ Tirol stellt wiederholt die Wirtschaftskammer als zeitgemäßes Instrument der Arbeitgebervertretung in Frage und verweist auf die Kritik seitens der Tiroler Tourismusvereinigung.

Die wiederholte Kritik der Tiroler Tourismusvereinigung an der Wirtschaftskammer und der Pflichtmitgliedschaft der Unternehmer nimmt der FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger zum Anlass das Kammersystem in Österreich zu hinterfragen: „Gerade die jüngsten Skandale in der Wirtschaftskammer haben gezeigt, dass massiver Handlungsbedarf besteht“, kontert Mag. Abwerzger, der nicht nur auf den Fall des Wiener Kammerpräsidenten, Walter Ruck, Bezug nimmt, sondern beispielsweise auch den Rechnungshofbericht von 2026 heranzieht, der feststellte, dass insgesamt 25,73 Millionen Euro an Funktionsentschädigungen ausbezahlt wurden.

Mag. Abwerzger erörtert weiters: „Eine Standesvertretung, die mehrheitlich von den Pflichtmitgliedern in Frage gestellt wird, hat keine Legitimation mehr.“ Und der FPÖ-Landesparteiobmann konkretisiert: „Wie es scheint, gibt es bei der Arbeiterkammer mehr Rückhalt und mehr Identifizierung der Mitglieder mit ihrer Interessensvertretung, da macht der der Zwang der Mitgliedschaft eher Sinn, aber bei der Wirtschaftskammer als sprichwörtliche „ungeliebte Zwangskammer“ sicher nicht mehr.“

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