Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2,43 Millionen Transit-Lkw im Vorjahr, ein erneutes Plus im Jänner – und am Horizont bereits die nächste Rekordmarke. Während der Schwerverkehr ungehindert rollt, herrscht in der Tiroler Verkehrspolitik Stillstand. „Die ÖVP-SPÖ-Landesregierung verhält sich in Verkehrsfragen wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange“, erklärt FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um den ungebremsten Transitverkehr auf der Brennerachse.
Abwerzger verweist auf ein gemeinsames Schreiben der FPÖ und der gesamten Tiroler Opposition an den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Tiroler Landtages. Darin wird gefordert, Bundesminister Peter Hanke zum für den 16. April geplanten Austausch zwischen dem Verkehrsausschuss des Tiroler Landtages und dem Verkehrsausschuss des Nationalrates einzuladen. In dem Schreiben wird betont, dass angesichts der jüngsten negativen Entwicklungen – vom Stillstand beim Slot-System über die fehlenden Fortschritte bei den Zulaufstrecken bis hin zum faktischen Einfrieren des zweigleisigen Ausbaus im Oberland und der Finanzierung der neuen Zillertalbahn – eine persönliche Stellungnahme des Ministers unverzichtbar sei.
Besonders scharf kritisiert der FPÖ-Klubobmann das Verhalten von Landeshauptmann Anton Mattle: „Mattle hat wieder einmal seine bundespolitische Bedeutung massiv überschätzt. Er setzt auf eine Bundesregierung, die Tirol seit Monaten vertröstet – und auf einen Verkehrsminister, der zentrale Themen wie das Slot-System nicht einmal anspricht.“
„Solange ÖVP und SPÖ darauf hoffen, dass in Wien oder Berlin jemand ihre Arbeit erledigt, wird sich nichts ändern. Tirol muss endlich selbstbewusst auftreten und eine klare Linie vorgeben“, so Abwerzger abschließend.