Laut einem Bericht des ORF Tirol ist die ÖVP Kitzbühel rechtlich seit 18 Jahren führungslos. Seit 24 Jahren keine Neuwahl des Stadtparteigremiums – obwohl die Statuten alle sechs Jahre zwingend eine Wahl vorschreiben. Ein anonymes Schreiben hat den Skandal hochgehen lassen, die ÖVP-Landesparteizentrale gibt kleinlaut zu: Ja, es ist alles Murks. Jetzt werden hastig Neuwahlen bis Ende Mai versprochen.
KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger, Landesparteiobmann der FPÖ Tirol, stellt die alles entscheidende Frage: „Ist Kitzbühel wirklich nur ein Einzelfall? Wieviele Ortsgruppen haben noch keine Wahlen abgehalten? Die ÖVP hält offenbar nicht viel von internen demokratischen Entscheidungen“.
Abwerzger: „Die ÖVP Tirol ist offenbar eine einzige Phantom-Partei und das wirft schon die eine oder andere Frage auf: Delegierte auf Bezirks- und Landesparteitagen werden ja von den Ort- bzw. Bezirksgruppen gewählt. Wie viele Delegierte haben somit jahrelang abgestimmt, ohne überhaupt jemals legitimiert gewesen zu sein? Wie viele Stimmen für Anton Mattle kamen aus Ortsgruppen, in denen nie gewählt wurde? Und vor allem: Ist Mattle damit überhaupt rechtmäßig ÖVP-Landesparteiobmann? Ja, war denn auch Alt LH Platter seinerzeit rechtmäßiger Parteiobmann?“.
Abwerzger legt nach: „LH Anton Mattle hat ja schon länger nicht mehr seine Landesregierung im Griff, aber jetzt scheint sich auch noch herauszukristallisieren, dass er eigentlich nicht mal ordnungsgemäß gewählter Chef in seiner eigenen Partei ist“.