15. Juni 2026 | Landtag, Bezirke

Abwerzger: „LH Mattle und die ÖVP sind jetzt gefordert: Es braucht PV-Beschleunigungsgebiete und PV-Anlagen auf allen öffentlichen Gebäuden

„Die Verfahren müssen spürbar vereinfacht, Bürokratie abgebaut und vernünftige Projekte tatsächlich umgesetzt werden.

Die Tiroler FPÖ begrüßt die in Begutachtung befindliche Verordnung zur Ausweisung von Photovoltaik-Beschleunigungsgebieten grundsätzlich als notwendigen Schritt, um den Sonnenstrom-Ausbau zu beschleunigen und die Energieautonomie 2050 zu erreichen. Gleichzeitig fordert FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger die Landesregierung unter LH Anton Mattle definitiv auf, das groß angekündigte Versprechen PV Anlagen auf allen öffentlichen Gebäuden zu installieren, endlich umzusetzen.  

„Tirol braucht heimischen Sonnenstrom – aber nicht auf Kosten unserer einzigartigen Natur, unserer Landschaft und des Tourismus. Die klare Priorisierung auf bereits versiegelten oder genutzten Flächen ist richtig. Jetzt muss endlich auch bei allen öffentlichen Gebäuden geliefert werden statt nur angekündigt“, so Abwerzger. Die FPÖ unterstütze die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten, kommunalen Abwasserbeseitigungsanlagen, Fahrbahnüberdachungen, Lärmschutzwänden und Dächern. Auch Randbereiche in Skigebieten sowie abgeschlossene Deponien mit ökologischer Baubegleitung könnten einen Beitrag leisten – vorausgesetzt, sensible Räume wie Gewässer, Uferböschungen, Feucht- und Schutzgebiete sowie landwirtschaftliche Vorsorgeflächen blieben tabu.  

„Auch die Hinweise des stellvertretenden Landesumweltanwalts sind wichtig: Auwälder müssen in den Ausnahmekatalog aufgenommen werden, bei Skigebieten braucht es Einzelfallentscheidungen, und der Erneuerbaren-Ausbau darf niemals auf Kosten regionaler Schutzgüter gehen. Südtirol zeigt mit schwimmenden PV-Anlagen auf Stauseen, dass mehr Mut und Pragmatismus möglich sind – ohne die alpine Idylle zu zerstören“, betont Abwerzger.  

Besonders kritisch sieht die FPÖ, dass trotz jahrelanger Ankündigungen, Fördercalls und Potenzialstudien zur „Parkplatzkampagne“ der PV-Ausbau zuletzt in einer Seitwärtsbewegung verharrt hat. Die neue Verordnung muss daher zu echten, schnellen Genehmigungen führen. „LH Mattle und die ÖVP sind jetzt gefordert: Die Verfahren müssen spürbar vereinfacht, Bürokratie abgebaut und Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Die Tiroler FPÖ steht für eine vernünftige Energiewende mit Wasserkraft und Photovoltaik als Motoren. Nur so kommen wir beim PV-Ausbau endlich vom Fleck, ohne unsere Lebensgrundlage zu gefährden“, so Abwerzger.

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