In einem aktuellen Interview mit PULS 24 beim Mediengipfel in Seefeld hat Tirols Landeshauptmann Mattle (ÖVP) offen dargelegt, wer seiner Ansicht nach wirklich über die Besetzung der ORF-Spitze entscheidet. FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger wertet die Aussagen als skandalöses Bekenntnis Mattles zum alten System des politischen Postenschachers.
„Mit seinen Worten outet sich Landeshauptmann Mattle als Schutzherr des ORF-Postenschachers und Intrigenstadels. Er bestätigt genau das, was wir Freiheitlichen seit Jahren anprangern: Die ORF-Führung wird nicht nach Kompetenz oder im Interesse der Gebührenzahler bestimmt, sondern nach parteipolitischen Seilschaften, Kuhhandel und Einflussnahme der Altparteien. Herr LH, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, das stimmt, aber dieser ORF mit den Gebühren, die die Bevölkerung zahlen muss, ist nicht mehr zumutbar!“, so Abwerzger.
Morgen, am 11. Juni 2026, wählt der ORF-Stiftungsrat den neuen Generaldirektor. Abwerzger sieht darin den Höhepunkt eines jahrzehntelangen Missbrauchs: „Der ORF ist schon lange kein unabhängiger öffentlich-rechtlicher Sender mehr, sondern ein politisch gesteuertes Beuteobjekt von ÖVP und SPÖ. Mattle hat heute unmissverständlich gezeigt, dass er dieses System nicht nur duldet, sondern verteidigt.
Genau dieses ein System bekämpfe ich seit Jahren – das ist die andere Politik, die ich für Tirol erreichen will: Schluss mit dem Intrigenspiel, Schluss mit der politischen Vereinnahmung.“
FPÖ Landesparteiobmann Abwerzger fordert einen radikalen Systemwechsel beim ORF: transparente Bestellverfahren ohne Parteibuch, echte Kontrolle durch die Gebührenzahler statt durch politische Gremien und eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. „Wer morgen im Stiftungsrat mitmischt, entscheidet nicht über Qualitätsjournalismus, sondern über die Fortsetzung des alten rot-schwarzen Kartells. Die Österreicher, die Tiroler haben ein Recht auf unabhängige Information – und nicht auf gefärbte Propaganda von Mattles Gnaden“, betont Abwerzger.