21. August 2026 | Landtag

Abwerzger zu Kinderbetreuung: 99 Prozent Vermittlung ist kein Erfolg, denn echte Wahlfreiheit sieht anders aus!

Was hier als Leuchtturmprojekt verkauft wird, ist in Wahrheit ein Betreuungszwang durch die Hintertür. Viele Eltern geben ihre Kinder in die Frühbetreuung, weil sie finanziell dazu gezwungen sind und nicht, weil sie das wirklich wollen

Drei Wochen vor dem Start des neuen Kindergartenjahres präsentiert die schwarz-rote Landesregierung stolz die Vermittlungszahlen über die Plattform FRIDA: Über 99 Prozent der angemeldeten Kinder hätten einen Platz, nur noch 106 warteten. Für FPÖ-Landesparteiobmann KO Mag. Markus Abwerzger ist das aber nicht wirklich ein Grund zum Jubeln.  

„Was hier als Leuchtturmprojekt verkauft wird, ist in Wahrheit ein Betreuungszwang durch die Hintertür. Viele Eltern geben ihre Kinder in die Frühbetreuung, weil sie finanziell dazu gezwungen sind und nicht, weil sie das wirklich wollen. Echte Wahlfreiheit sieht anders aus“, so Abwerzger.  

Der Freiheitliche fordert statt des bloßen Rechts auf Vermittlung eines Platzes eine echte finanzielle Unterstützung für jene Mütter und Väter, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr zu Hause betreuen wollen. Vorbild sei das Salzburger Berndorfer Modell: „Eine Entlohnung in Höhe der Mindestsicherung für Eltern, die ihre Kinder in den ersten Jahren selbst erziehen. Denn Kindererziehung ist Arbeit, auch wenn viele in der ÖVP das nicht so sehen wollen. Nur so stellen wir echte Wahlfreiheit sicher.“  

Abwerzger kritisiert zugleich die ideologische Ausrichtung der aktuellen Koalition: „Die Sozialisten würden das Kind am liebsten mit einem halben Jahr in die Kita bringen, damit es mit 18 Jahren als braver Bürger wieder herauskommt. Wir Freiheitlichen wollen, dass Eltern selbst entscheiden können, ohne finanziellen Druck.“  

„Solange Eltern gezwungen sind, ihre Kinder in Betreuung zu geben, weil sie sich die Betreuung zu Hause nicht leisten können, bleibt das vielgepriesene ‚Recht auf einen Betreuungsplatz‘ eine Mogelpackung“, so Abwerzger abschließend.

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