FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger nimmt zum offenen Brief und zur angekündigten „Emanzipation“ von Landeshauptmann Anton Mattle Stellung: „Ich begrüße grundsätzlich jeden Schritt, der Tirol mehr politische Eigenständigkeit und mehr Durchsetzungskraft verschafft. Tirol darf gegenüber Wien und Brüssel selbstbewusst auftreten. Das ist auch unser Anspruch als Freiheitliche seit jeher.
Aber Eigenständigkeit zeigt sich nicht in einem neuen Grundsatzprogramm und auch nicht in einem offenen Brief. Eigenständigkeit zeigt sich dann, wenn es bei konkreten Entscheidungen schwierig wird. Deshalb sollte Anton Mattle jetzt sagen, in welchen zentralen Fragen die Tiroler ÖVP künftig tatsächlich einen anderen Weg gehen wird als die Bundes-ÖVP.
Beim Transit, beim leistbaren Wohnen, bei Migration und Sicherheit oder bei der Frage, wie viel Entscheidungsspielraum Tirol selbst haben soll, brauchen die Tiroler konkrete Antworten. Wo sagt denn Mattle konkret Nein zu Wien? Das werden wir uns genau ansehen.
Abwerzger stellt aber auch klar: „Wie soll sich ein Tiroler auf jemanden verlassen, der die eigene Parteifamilie in der Krise nur aus eigenem, vermeintlichem Vorteil medienwirksam verlässt? ÖVP-Mattle war einer der Hauptarchitekten der Verliererkoalition. Er war Torpedomeister bei Blau-Schwarz und spielt jetzt den Pontius Pilatus der ÖVP. Klares Programm, klare Werte, klare Loyalität und eine klare Linie sind bei der FPÖ zu Hause. Mattles Panikkurs zeigt, dass er kein Leadership kann, dass er wankelmütig und nicht zuverlässig ist.“
Abwerzger weiter: „Ein Jahr vor der Landtagswahl ein Parteiprogramm anzukündigen, die Bevölkerung um Ideen zu bitten und sich gleichzeitig von der eigenen Bundespartei zu distanzieren, ist kein Aufbruch. Das ist Wahlkampftheater. Wer Mattle wählt, bekommt weiterhin Stocker und die Politik, die Tirol in den letzten Jahren bei Transit, Wohnen, Sicherheit keinerlei Hilfestellung gegeben hat.
Tirol braucht keine Politiker mit Bergmetaphern und Kindesweglegung. Tirol braucht keine halbherzigen Distanzierungsbriefe, sondern Politiker mit Haltung!“