17. September 2026 | Landtag, Bezirke

Achhorner: „ASFINAG lässt bei der Luegbrücke die Maske fallen!“

Lieblingsprojekt statt Tunnellösung. Die Bevölkerung im Wipptal bleibt auf der Strecke

Im heutigen Verkehrsausschuss hat die ASFINAG einmal mehr bewiesen, wie wenig Gespür sie für die Anliegen der betroffenen Bevölkerung hat. Bei der Luegbrücke ist die Maske gefallen: Was jahrelang als „Sanierung“ verkauft wurde, ist in Wahrheit ein gewaltiges Vergrößerungs- und Neubauvorhaben und wird von der Autobahngesellschaft nun sogar schamlos als „Lieblingsprojekt“ bezeichnet“, kritisiert die Tiroler FPÖ Verkehrssprecherin LAbg. DI Evelyn Achhorner.

„Die bautechnische Leistung an der A13 mag herausfordernd sein, und auf die Ingenieursarbeit an der Luegbrücke kann man fachlich stolz sein. Auf die Umweltzerstörung im Wipptal und auf das jahrelange Wegwischen der Sorgen der Anrainer darf man das aber nicht“, stellt die freiheitliche Verkehrssprecherin klar. „Wer ein Monsterbauwerk als Lieblingsprojekt feiert, bestätigt damit nur, dass die Tunnellösung nie ernsthaft geprüft wurde. Gewollt war von Anfang an der Brückenneubau und nicht die beste Lösung für Mensch und Natur.“

Dasselbe Muster zeige sich bei der Erneuerung der Mautstelle Schönberg: Auch dort werde kein Tunnel kommen. Stattdessen werde einfach neu gebaut und erneut ohne ein durchgängiges, bevölkerungsfreundliches Gesamtkonzept für das Wipptal.

„Ein umweltgerechtes und anwohnerverträgliches Konzept für die A13 hätte mit einer Tunnellösung an der Lueg begonnen und weitere Abschnitte bis zur Mautstelle Schönberg untertunnelt. Weit gefehlt“, so Achhorner. „Jetzt werden selbstverliebte Technikprojekte in Form von Brückenneubauten durchgezogen. Fernab der Anliegen der Wipptaler Bevölkerung. Die Menschen im Tal brauchen Entlastung und Landschaftsschutz, keine weiteren Betonmonumente.“

Die FPÖ-Verkehrssprecherin bleibt bei ihrer Linie: „Sicherheit auf der Brennerautobahn ja, aber nicht um den Preis, dass das Wipptal dauerhaft zum Experimentierfeld für Großprojekte wird, die an den Interessen der Bevölkerung vorbeigeplant wurden.“

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