„Wen würde der Anstand wählen“, haben die Grünen 2019 plakatiert. Für FPÖ-Klubobfrau Andrea Dengg ist diese Frage nun endgültig geklärt: „Mit Sicherheit nicht die Grünen!“
Dengg spielt dabei auf den jüngsten Skandal um den Grünen-Klubobmann im Innsbrucker Gemeinderat, Dejan Lukovic, der GR Fabian Walch nicht nur den Handschlag zum Neujahrswunsch verwehrt hat, sondern ihm auch noch das Allerschlechteste gewünscht und ihn als Faschisten beschimpft hat, an. Lukovic legte mit einem Video nach, in dem er erneut auf Walch in übelster Manier losging – von Reue und Einsicht also keine Spur.
Die Causa ist nun um eine Episode reicher. „Zu allem Überfluss hat nun auch noch Vizebürgermeister Georg Willi (Grüne) die hasstriefende Tirade von Lukovic in den sozialen Medien geliked und repostet“, berichtet Dengg, die schockiert ist ob des Hasses, der offenbar tief im Grünen Klub verankert ist. „Solch eine niveaulose Geringschätzung Andersdenkender habe ich in meinen 25 Jahren im Gemeinderat noch nicht erlebt“, so Dengg, die nun dringend Konsequenzen fordert und anfügt: „Für uns ist auf dieser Basis keine Zusammenarbeit mehr mit KO Lukovic möglich.“
„Es geht hier nicht um politische Ideologien oder inhaltliche Positionen, jetzt geht es um die Frage, welchen Umgang wir miteinander pflegen. Wenn die Grünen nun da angekommen sind, dem politischen Mitbewerber das Allerschlimmste zu wünschen, ist eine absolute rote Linie überschritten. Danach kommt nur noch die Gewalt als Mittel“, warnt Dengg eindringlich und fordert deshalb Bürgermeister Anzengruber auf, hier ein Exempel zu statuieren und klar zu zeigen, dass so ein Verhalten im Innsbrucker Gemeinderat nicht geduldet wird. „Es muss hier ein fraktionsübergreifendes Bekenntnis über die Grenzen von Opposition und Regierung hinweg geben, dass wir so nicht miteinander umgehen wollen“, erhofft sich Dengg nun das Tätigwerden des Bürgermeisters.
Bürgermeister Anzengruber muss seinen grünen Koalitionspartner zur Räson rufen, ein Machtwort sprechen und Konsequenzen durchsetzen. Der Rücktritt von Lukovic ist alternativlos. Wenn das nicht geschieht, müssen wir davon ausgehen, dass der Bürgermeister dies duldet. Wenn das der Fall sein sollte, stehen uns äußerst unangenehme Jahre der politischen und menschlichen Unkultur bevor“, schließt Dengg.