30. April 2026 | Bezirke

Dengg: „Sparklausur wird zur Ausgabenfarce“

FPÖ kritisiert Klausur zum Thema Sparen der Innsbrucker Stadtregierung

Erstaunt über die „Spar-Klausur“ der Stadtkoalition, die am 20. und 21. März stattgefunden hat, ist FPÖ-Klubobfrau Andrea Dengg, die eine Anfrage diesbezüglich eingebracht hatte. „Die Beantwortung zeigt, dass für die Regierung das Wort „sparen“ ganz offensichtlich ein Fremdwort ist“, bilanziert Dengg.  

„Setzen, Fünf! Das muss man angesichts der Regierungs-Sparklausur sagen. Es stellt sich nämlich die Frage, warum man diese Klausur nicht unter der Woche während der Regelarbeitszeit machen kann. Dann hätte man sich bei den Mitarbeitern nämlich Zeitguthaben in der Höhe von 109,70 Stunden zuzüglich Bezuschlagung ersparen können. Des Weiteren hätte man die zahlungswirksamen Kosten in der Höhe von 4.284,42 Euro einsparen können. Abgesehen davon, dass man die Mitarbeiter an ihren wohlverdienten Wochenenden nicht behelligen hätte müssen“, kritisiert Dengg.  

Daneben stellt sich die Frage, warum die Klausur auswärts, wie man hört am Walchsee, stattfand. Laut Anfragebeantwortung soll die bewährte Praxis zur Abhaltung der Klausuren im Bildungshaus St. Michael in Matrei am Brenner bzw. Speckbacherhof in Gnadenwald fortgesetzt worden sein. „Ungeachtet dessen, dass man uns den genauen Ort nicht nennen will, bleibt die Frage, warum man dies nicht im eigenen Haus abgehalten hat. Auch hier hätte man sich einiges an Kosten ersparen können“, zeigt Dengg auf.  

Laut Anfragebeantwortung hat die zweitägige Klausur 12.117,70 Euro gekostet. „Dabei hat man bei der Beantwortung aber wohl die 4.284,42 Euro Mitarbeiterkosten vergessen hinzuzuzählen. Ungeachtet dessen ist das aber eine ziemlich teure Klausur, wenn man bedenkt, dass diese unter dem Titel „Sparen“ firmierte. Mit den Kosten der Universitätsstudie von 45.000 Euro kommt man auf über 56.000 Euro, ohne auch nur eine Maßnahme zum Sparen ergriffen zu haben“, rechnet Dengg vor, die auf einen heute zu behandelnden Antrag der FPÖ verweist, der die Vorlage der Universitätsstudie für alle Gemeinderatsmitglieder verlangt.  

„Angesichts der bisherigen Budgets der Regierung darf man mehr als skeptisch sein, ob sie zum Sparen fähig sind. Bisher steigen die Schulden ungebremst. Das wird wohl auch künftig unter Sonnenkönig Anzengruber, der sich ja bereits ein Prunkbüro samt Kettenvitrine und Sakralbeleuchtung geleistet hat, weiterhin so bleiben“, so Dengg abschließend.

© 2026 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.