Die ungustiösen Graffitis am Jakobsdom sind der jüngste Akt einer Vandalismuswelle in Innsbruck. Für die FPÖ ist es längst Zeit, eine harte Gangart einzulegen. „Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt! Die Stadt verkommt zusehends, manche Teile der Stadt sind regelrecht versifft“, kritisiert FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel.
Die Freiheitlichen sehen eine massive Zunahme des Vandalismus. Erst kürzlich wurden die Blumenbeete am Luggerplatz zerstört, Parteizentralen sind regelmäßig Opfer von politisch motiviertem Vandalismus, aber auch Privatgebäude sind nicht sicher. „Jetzt, da der Jakobsdom Opfer geworden ist, sind viele aufgeschreckt, die sonst immer mit unangebrachter Toleranz glänzen“, zeigt Federspiel auf.
„Nichts hört man jedoch von Bürgermeister Anzengruber und seiner rot-grünen Entourage. Der Luggerplatz ist innerhalb kürzester Zeit von halbstarken Jugendbanden vereinnahmt und entsprechend zugerichtet worden. Kein Wort des Bürgermeisters, der sich stattdessen wie ein Sonnenkönig am Boznerplatz abfeiern lässt. Obwohl er sonst zu allem seinen Senf abgibt, ist er schmallippig, wenn es unangenehm wird. Hier wird bewusst weggesehen“, kritisiert Federspiel das Schweigen vonseiten der Stadtregierung.
Die FPÖ weist darauf hin, dass sie seit Jahren vor der Verrohung warnt und Maßnahmen einfordert. „Es fehlt der politische Wille, hier durchzugreifen und zu überwachen. Die MÜG muss hier eingesetzt und die Polizei aktiviert werden. Zuerst muss die Regierung aber einmal anerkennen, dass wir ein handfestes Problem mit Verrohung haben“, fordert Federspiel abschließend.