Beim Stadtparteitag der FPÖ Kufstein wurde NAbg. GR Christofer Ranzmaier mit 100 Prozent der Stimmen erneut zum Stadtparteiobmann gewählt. Als Stellvertreter stehen ihm weiterhin Noah Faber und Siegfried Brunner an der Spitze einer deutlich verbreiterten Stadtparteileitung zur Seite. Der Parteitag fand in Anwesenheit von Bezirksparteiobmann Bgm. LAbg. Andreas Gang, Wirtschaftskammerrat Arno Mück sowie Arbeiterkammerrat Thomas Lorenz statt. Auch Alt-Bürgermeister Dr. Siegfried Dillersberger richtete Grußworte an die Mitglieder. Der Parteitag stand unter dem Motto „Unsere Stadt, unsere Regeln.“ und setzte damit ein klares politisches Signal für die kommenden Jahre der Kufsteiner Gemeindepolitik.
Bezirksparteiobmann Andreas Gang ließ in seinem Bericht die politischen Entwicklungen seit dem letzten Stadtparteitag Revue passieren und verwies insbesondere auf die Wahlerfolge der Freiheitlichen im Jahr 2024. Sowohl bei der EU-Wahl als auch bei der Nationalratswahl sei es gelungen, die FPÖ auch in Kufstein mit Ergebnissen von an die 30 Prozent auf Platz eins zu positionieren. „Diese Wahlergebnisse zeigen deutlich, dass die Menschen eine klare Politik wollen“, so Gang. Mit Blick auf die kommende Gemeinderatswahl zeigte er sich optimistisch: „Die FPÖ Kufstein ist organisatorisch stark aufgestellt und politisch klar positioniert. Wenn wir diesen Weg geschlossen weitergehen, ist bei der nächsten Gemeinderatswahl für die Freiheitlichen in Kufstein sehr viel möglich.“
Ranzmaier formulierte in seinem Bericht deutliche Kritik an der aktuellen Stadtpolitik. „Politik hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Unser Anspruch ist es, Kufstein mit Hausverstand, klaren Regeln und Verantwortung für die eigene Bevölkerung zu gestalten“, betonte er. Kufstein leide zunehmend unter einer Politik der Abgehobenheit und Schildbürgerstreiche, die an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbeigehe. Als Beispiele nannte er unter anderem Diskussionen rund um eine autofreie Innenstadt, Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet sowie auch kuriose Vorgänge wie rund um die Kaisertaljagd, während gleichzeitig zentrale Themen wie das immer weiter schwindende Sicherheitsgefühl der Kufsteiner, der Dauerbrenner Verkehr oder massive Probleme im Bereich der Integration ungelöst blieben.
„Von dieser Gemeinderatsperiode wird in wesentlichen Fragen wenig übrigbleiben, außer dass sich die Gemeinderäte gegenseitig mehr über Anwaltsschreiben und vor Gericht ausgetauscht haben, als dass sie sich inhaltlich mit den Sorgen und Nöten der Bürger auseinandergesetzt haben“, was Ranzmaier als Armutszeugnis für die politische Kultur in Kufstein sieht. „Kein Wunder also, dass der Gemeinderat gegen den Widerstand der FPÖ den Livestream der Gemeinderatssitzungen aus fadenscheinigsten Gründen beerdigt hat und somit Transparenz bewusst einschränkt.“
Zum Abschluss zeigte sich Ranzmaier kämpferisch: „Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam viel erreicht und wir haben noch viel vor. Unser Ziel ist klar: Kufstein braucht eine Politik mit Rückgrat, Klarheit und Hausverstand. Genau dafür stehen wir Freiheitliche ganz im Sinne unseres Mottos: Unsere Stadt, unsere Regeln.“