Die jüngsten Verkehrsunfälle auf der B179 Fernpassstraße zeigen aus Sicht der FPÖ im Bezirk Reutte deutlich, dass das zentrale Sicherheitsargument der Tiroler Landesregierung und von LH Mattle für den geplanten Scheiteltunnel nicht trägt. FPÖ Bezirksobmann Vinzenz Schedle spricht von einer „politischen Scheinargumentation", die mit der tatsächlichen Unfalllage kaum etwas zu tun habe.
„Wer sich die Unfallstatistik ansieht, erkennt sofort: Die schwersten Kollisionen passieren in den Bereichen Heiterwang, Bichlbach, Lermoos oder Vils - also weit entfernt von jener Scheitelstrecke, an der der Tunnel entstehen soll", betont Schedle. In den vergangenen Monaten kam es auf mehreren Abschnitten der Fernpassstraße zu teils schweren Unfällen. Laut Polizeiberichten sind riskante Überholmanöver, dichter Kolonnenverkehr und massiver Reiseverkehr die Hauptursachen.
Genau diese Problemzonen würden durch den Scheiteltunnel jedoch überhaupt nicht entschärft, kritisiert die FPÖ. „Die Landesregierung und LH Mattle verkaufen den Scheiteltunnel als Sicherheitsprojekt. In Wahrheit bleiben die gefährlichsten Abschnitte völlig unverändert. Wer den Menschen im Außerfern einreden will, dass damit die Unfallgefahr auf der B179 wesentlich sinkt, verschweigt die Realität auf der Straße", so Schedle.
Auch das sogenannte Fernpass-Paket von LH Mattle bringe aus Sicht der FPÖ keinerlei Entlastung. „Für die Bevölkerung im Außerfern ergeben sich keine spürbaren Verbesserungen - im Gegenteil. Die Verkehrsbelastung wird weiter steigen, durch die Maut wird die eigene Bevölkerung de facto von Tirol abgeschnitten, und ob der Regionalgutschein langfristig hält, ist mehr als fraglich", erklärt Schedle abschließend.