Das vergiftete Klima in der schwarz-roten Landesregierung ist jetzt amtlich: Die Frontalattacke von ÖVP-NR und Zillertalbahn-Aufsichtsratschef Franz Hörl auf SPÖ-Verkehrslandesrat Zumtobel hat diese wackelige Koalition endgültig aus der Bahn geworfen. Der leise und verschämte Rüffel von LH Mattle hat Hörl natürlich nicht stoppen können und beweist klar: Diese schwarz-rote Koalition ist am Ende, stellt der Tiroler FPÖ-Nationalrat Christoph Steiner fest. Mattle habe offenbar endgültig die Kontrolle verloren. Während er sich in den letzten Wochen immer mehr als Player auf dem Bundesparkett inszenierte, entgleiste sein schon mehr als holprig fahrender Koalitionszug endgültig.
Mattle steht als Regierungschef vor einem Scherbenhaufen: Kein einziges Leuchtturmprojekt konnte bisher umgesetzt werden, regiert wird von Notlösung zu Notlösung und die Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten bröckelt massiv. Die eigene Partei ist stärker zerstritten als gedacht und die Stimmung im Land kippt eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl endgültig. Das ist kein Leadership – das ist ein Machtlos-Outing auf höchster Ebene.
Anton Mattle hat weder das Land noch die Koalition und nicht einmal mehr seine eigene Partei im Griff. Tirol braucht kein Zentrum für Hilflosigkeit im Landeshauptmann-Büro, sondern endlich wieder einen Macher. Die schwarz-rote Koalition ist entgleist, die ÖVP schlingert in einen offenen Machtkampf und die Tiroler zahlen die Rechnung mit Stillstand und Chaos. Hörls Attacken sind nur das Symptom – Mattle ist das Problem, so NR Christoph Steiner abschließend.