Der Antrag des FPÖ-Landtagsklubs zur Abfederung treibstoffbedingter Mehrkosten bei Freiwilligen Feuerwehren und Gemeinden wurde im Juli-Landtag mehrheitlich abgelehnt. Bereits im Mai wurde dem Antrag keine Dringlichkeit zuerkannt; auch die Ausschüsse empfahlen mehrheitlich die Ablehnung. Für den Kitzbüheler Sicherheitsstadtrat und Freiheitlichen Sprecher für Sicherheit, Zivil- und Katastrophenschutz im Tiroler Landtag, LAbg. StR. Alexander Gamper, bleibt diese Entscheidung nicht nachvollziehbar: „Unsere Freiwilligen Feuerwehren leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit der Tiroler Bevölkerung. Wenn steigende Treibstoffkosten Einsatzfahrten und laufenden Betrieb verteuern, dürfen Gemeinden und Feuerwehren damit nicht erneut im Stich gelassen werden.“
Die FPÖ hatte ein zweckgebundenes Sonderbudget zur Deckung treibstoffbedingter Mehraufwendungen bei Feuerwehrfahrzeugen gefordert – abrufbar über bestehende Feuerwehr- und Förderstrukturen. „Es geht nicht um neue Verwaltungswege, sondern um eine rasche, zielgerichtete und praktikable Entlastung. Gerade die Gemeinden tragen im Feuerwehrwesen große Verantwortung. Wenn zusätzliche Mehrkosten dazukommen, muss das Land als verlässlicher Partner zur Seite stehen“, so Gamper.
Besonders unverständlich sei das Nein auch deshalb, weil eine Unterstützung feuerwehrbezogener Kosten im bestehenden Fördersystem bereits angelegt und administrativ praktikabel wäre. „Die Feuerwehren können bei einem Brand, einem Verkehrsunfall oder einem Katastropheneinsatz nicht sagen: Heute fahren wir weniger, weil der Treibstoff zu teuer ist. Diese Ablehnung ist eine vertane Chance, Gemeinden und Freiwillige Feuerwehren zu entlasten. Die Landesregierung lässt Gemeinden und Feuerwehren erneut auf Treibstoff-Mehrkosten sitzen. Notwendig wäre eine sachgerechte Lösung im Sinne der Gemeinden und Einsatzkräfte“, appelliert Gamper abschließend.