09. Juli 2026 | Landtag, Bezirke, Kitzbühel

Gamper: „Tierärztliche Hilfe im Notfall darf in Tirol keine Glücksfrage sein.“

FPÖ-Tierschutzsprecher LAbg. StR. Gamper fordert klare Strukturen und faire Rahmenbedingungen beim tierärztlichen Kleintier-Notdienst.

Angesichts des rezenten Falls einer Hallerin, die gemeinsam mit Angehörigen nach eigenen Angaben in der Nacht trotz zahlreicher Kontaktversuche keine tierärztliche Hilfe für ihre später verstorbene Katze erreichen konnte, übt der Freiheitliche Sprecher für Tierschutz im Tiroler Landtag, LAbg. StR. Alexander Gamper, scharfe Kritik an den weiterhin unzureichend abgesicherten Strukturen beim tierärztlichen Kleintier-Notdienst in Tirol: „Wenn ein Tier in akuter Not leidet und Tierhalter im Ernstfall niemanden erreichen, dann ist das ein Alarmsignal, das die Politik ernst nehmen muss. Tierärztliche Hilfe im Notfall darf in Tirol keine Glücksfrage sein.“

Gamper betont, dass sich seine Kritik nicht gegen jene Tierärzte richtet, die bereits jetzt unter schwierigen Rahmenbedingungen Bereitschafts- und Notdienste übernehmen: „Viele Tierärzte leisten weit über ihre regulären Ordinationszeiten hinaus hervorragende Arbeit. Wer Hilfe leistet, verdient Rückhalt und verlässliche Unterstützung statt politischem Wegschauen.“ Zugleich verweist der Freiheitliche darauf, dass die FPÖ die tierärztliche Versorgung und den Kleintier-Notdienst in Tirol bereits mehrfach aufgegriffen und in einem Antrag aus dem Jahr 2023 die Prüfung eines flächendeckenden, ausfinanzierten Tierarzt-Notdienstes nach Salzburger Vorbild gefordert hat: „Der bekannt gewordene Fall zeigt, dass der Handlungsbedarf nicht kleiner, sondern größer geworden ist.“

Abschließend nimmt Gamper die Tiroler Landesregierung und insbesondere den zuständigen Landesrat Josef Geisler in die Pflicht: „Bloße Zuständigkeitsverweise und Lippenbekenntnisse helfen keinem leidenden Tier und keinem verzweifelten Tierhalter. Seit Jahren habe ich im Landtag kundgetan, dass ein funktionierender tierärztlicher Notdienst nicht mit schönen Worten, sondern nur mit klaren Strukturen, Verbindlichkeit und notfalls dem notwendigen Druck gelingen wird. Landesrat Geisler ist für die veterinärmedizinischen Agenden verantwortlich – egal ob im Klein- oder Großtierbereich – und hier ist er gefordert, endlich sofortige Maßnahmen zu setzen. Wer sich einreden lässt, dass bei der tierärztlichen Versorgung alles in Ordnung sei, verkennt die Reality. Geisler hat gemeinsam mit der Tierärztekammer, der Landesveterinärdirektion, den Amtstierärzten, Gemeinden, Tierkliniken und ansässigen Tierarztpraxen ohne weitere Ausreden ein funktionierendes veterinärmedizinisches Notdienstsystem zu gewährleisten.“

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