07. Mai 2026 | Landtag, Bezirke, Kitzbühel

Gamper: „Wohlgemuth speist den Behindertensport mit Kleingeld und schönen Worten ab.“

FPÖ-Behindertensprecher, LAbg. StR. Gamper, kritisiert nach Anfragebeantwortung fehlende Priorität, schwache Wirkungskontrolle und mangelnde Verbindlichkeit im Tiroler Behindertensport.

„Wer ständig von Inklusion spricht, muss auch bereit sein, den Behindertensport entsprechend auszustatten. Die Anfragebeantwortung von LHStv. Philip Wohlgemuth zeigt jedoch: Der Behindertensport wird in Tirol politisch nicht mit jener Priorität behandelt, die er verdient“, kritisiert FPÖ-Behindertensprecher im Tiroler Landtag, LAbg. StR. Alexander Gamper. Es gebe zwar Förderungen und engagierte Strukturen, doch viele Positionen wirkten angesichts der besonderen Herausforderungen der Betroffenen beschämend bescheiden. „Menschen mit Behinderung brauchen keine Sonntagsreden, sondern verlässliche Unterstützung, sichtbare Strukturen und echte Teilhabe“, so Gamper.  

Besonders deutlich werde dies beim Blinden- und Sehbehindertensport. Die Anlagen zur Anfragebeantwortung weisen Unterstützungen für Sport- und Trainingsbetrieb sowie Turniere aus, deren Dimension aus Sicht der FPÖ weit hinter dem Anspruch eines modernen Sportlandes zurückbleibt. Auch im Schulbereich ortet Gamper erheblichen Nachholbedarf: Zwar verweist das Land darauf, dass der Tiroler Behindertensportverband Vorträge und Projekte an Schulen umsetzen könne, doch gerade dort, wo junge Menschen früh mit Behindertensport, Inklusion und Barrierefreiheit in Berührung kommen sollten, brauche es mehr Ambition. „Bewusstseinsbildung darf nicht zum Nebenschauplatz der Sportpolitik verkommen“, hält Gamper fest.  

Scharfe Kritik übt der FPÖ-Behindertensprecher auch an der fehlenden strategischen Verbindlichkeit. Zur Umsetzung des Tiroler Aktionsplans zur UN-Behindertenrechts-Konvention verweist das Land im Wesentlichen auf den Tiroler Behindertensportverband als zentrale Anlaufstelle und auf bestehende Förderstrukturen. „Das ist zu wenig. Wohlgemuth bleibt konkrete Ziele, klare Zuständigkeiten, Zeitpläne und messbare Schritte schuldig. So bleibt Behindertensport ein gut klingendes Kapitel in Konzeptpapieren, aber kein echter politischer Schwerpunkt. LHStv. Philip Wohlgemuth speist den Behindertensport mit Kleingeld und schönen Worten ab“, kritisiert Gamper abschließend.

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