07. August 2026 | Landtag, Bezirke

Gang: „Dem Nahversorgungsnotstand in Scheffau muss zu Leibe gerückt werden.“

FPÖ fordert tirolweiten Akutplan zur Sicherstellung der örtlichen Nahversorgung im ländlichen Raum.

In Scheffau am Wilden Kaiser gibt es keinen klassischen Lebensmittel-Nahversorger mehr. Der FPÖ-Gemeindesprecher im Tiroler Landtag, LAbg. Bgm. Andreas Gang, ortet ein strukturelles Problem der Nahversorgung im ländlichen Raum: „Ein Lebensmittelgeschäft ist für die einheimische Bevölkerung ebenso wichtig wie für Gäste und Beschäftigte in einer Tourismusgemeinde. Wenn diese Grundversorgung im eigenen Ort nicht mehr sichergestellt ist, besteht dringender Handlungsbedarf. Dem Nahversorgungsnotstand in Scheffau muss zu Leibe gerückt werden.“

Für Gang ist es eine weitere Fortführung der Ausdünnung des ländlichen Raumes: „Wir sprechen von Postämtern, Bezirksgerichten, Polizei, Krankenhäusern und immer öfter auch vom Lebensmittelhandel. Es müssen tragfähige Lösungen gefunden werden, damit Nahversorgung in den Gemeinden in Tirol auch weiterhin sichergestellt werden kann. Es gibt viele Personen, Mütter und Ältere, welche auf eine Nahversorgung im Ort angewiesen sind.“

Gang fordert daher abschließend die Landesregierung auf, einen tirolweiten Akutplan auszuarbeiten: „Dieser muss neben Poststellen auch Lebensmittelgeschäfte in betroffenen Gemeinden sichern und neue Ansiedlungen unterstützen. Die Landesregierung muss handeln: Für Orte mit über 1.500 Einwohnern ist ein Nahversorger unabdingbar.“

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