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17. Februar 2026 | Landtag, Bezirke, Kufstein

Gang: „FRIDA wird zur Bürokratiefalle – das Land wälzt Verantwortung auf Gemeinden und Erhalter ab.“

FPÖ-Gemeindesprecher LAbg. Bgm. Gang erhebt Kritik: Das Land Tirol stellt FRIDA als Vereinfachung dar, die praktische Umsetzung zeige jedoch, dass Kontrollaufwand, Fehlervermeidung und formale Verantwortung in erheblichem Ausmaß bei Gemeinden landen.

Die neue digitale Anmeldeplattform für Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplätze FRIDA hat sich zum Ziel gesetzt, Anmeldungen zentral zu bündeln und die Platzvergabe nach klaren Kriterien zu organisieren. In der Kommunikation des Landes wurde dabei vor allem betont, dass FRIDA Abläufe vereinfachen und die Vermittlung effizienter gestalten solle.

Der Bürgermeister von Kramsach und Gemeindesprecher der FPÖ im Tiroler Landtag, LAbg. Bgm. Andreas Gang, weist jedoch darauf hin, dass sich in der praktischen Abwicklung ein deutlich höherer Aufwand für Gemeinden und Erhalter abzeichnet : „Was als Entlastung angekündigt wurde, führt in der Realität zu zusätzlicher Kontrollarbeit. Denn am Ende sind es Gemeinden und Erhalter, die Datensätze prüfen, formale Richtigkeit sicherstellen und Fehlerfolgen vermeiden müssen“, erörtert Gang und verweist kritisch auf das beträchtliche Risiko der Fehleranfälligkeit bei der Dateneingabe, die in der Folge einen erheblichen Absicherungsaufwand verursache. „Schon kleinste Ungenauigkeiten etwa Schreibfehler, falsche Bezeichnungen oder unvollständige Angaben können Rückfragen, Verzögerungen und zusätzlichen Verwaltungsaufwand nach sich ziehen. Das zwingt dazu, Eingaben besonders gründlich zu kontrollieren, teilweise doppelt und dreifach. Diese zusätzliche Arbeit bleibt letztlich bei den Gemeinden und Erhaltern hängen.“ 

Für den Freiheitlichen steht damit ein Widerspruch zwischen Anspruch und Umsetzung im Raum: „Wenn das Land Tirol ein digitales System als Vereinfachung präsentiert, dann muss dieses in der Praxis auch tatsächlich erleichtern - und nicht nur Aufgaben, Verantwortung und Risiken nach unten verschieben.“ 

Abschließend fordert Gang, die Abläufe rasch zu evaluieren und praxistauglich nachzubessern: „Es braucht klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Prüf- und Unterstützungsprozesse sowie eine Umsetzung, die den Gemeinden wirklich hilft und entlastet. Es darf kein Projekt sein, das gut klingt, aber im Alltag neue Bürokratie erzeugt. In der derzeitigen Form wird FRIDA zur Bürokratiefalle - das Land wälzt Verantwortung auf Gemeinden und Erhalter ab.“

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