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09. März 2026 | Landtag, Bezirke, Kufstein

Gang: „Käfigeier sind nicht zu dulden.“

FPÖ-Landwirtschaftssprecher LAbg. Bgm. Gang ist angesichts steigender Eierimporte aus Drittstaaten wie der Ukraine über Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Standards bestürzt und fordert umgehend faire Rahmenbedingungen für Tirols Landwirtschaft.

Mit deutlichen Worten reagiert der Bürgermeister von Kramsach und Landwirtschaftssprecher der FPÖ im Tiroler Landtag, LAbg. Bgm. Andreas Gang, auf Berichte über Eierimporte aus Drittstaaten wie der Ukraine, welche zum Teil aus Käfighaltung stammen, obwohl diese seit 2009 in Österreich und seit 2012 in der Europäischen Union verboten ist. Dennoch gelangen solche Eier über Umwege in den europäischen Markt und auch nach Österreich, wo sie häufig in verarbeiteten Lebensmitteln wie etwa Nudeln, Kuchen oder Mayonnaise verwendet werden, ohne dass ihre Herkunft für Konsumenten klar ersichtlich ist. „Unsere heimischen Bauern erfüllen seit Jahren strenge Tierwohl- und Produktionsstandards. Wenn gleichzeitig Eier aus Drittstaaten auf den europäischen Markt gelangen, die unter deutlich niedrigeren Standards produziert wurden, entsteht ein massiver Wettbewerbsnachteil für die heimische Landwirtschaft", erörtert Gang und verweist darauf, dass laut Berichten täglich ca. 1,5 Millionen Eier aus dem Ausland nach Österreich gelangen, allein im Jahr 2025 Eier aus der Ukraine um rund 148 Millionen Euro in die EU importiert wurden und sich diese Problematik nicht nur auf Eier beschränke: „Es geht hier um eine grundsätzliche Entwicklung. Wenn Produkte aus Drittstaaten zunehmend auf den europäischen Markt gelangen - sei es bei Eiern, Geflügel oder auch bei landwirtschaftlichen Rohstoffen wie Weizen, dann geraten unsere landwirtschaftlichen Betriebe in Tirol zunehmend unter Druck."

Gleichzeitig kämpfen viele Betriebe bereits jetzt mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, etwa bei der Preisentwicklung im Milchbereich oder bei steigenden Produktionskosten, wie Gang weiter ausführt: „Unsere Landwirtschaft muss strenge Vorgaben der Europäischen Union und Österreichs erfüllen – von Tierwohlbestimmungen bis zu Umweltauflagen. Wenn gleichzeitig Produkte aus Drittstaaten über die Hintertür auf den Markt gelangen, die unter deutlich geringeren Standards und unter enormem Tierleid erzeugt wurden, dann wird der Wettbewerb zulasten unserer heimischen Betriebe verzerrt."

Abschließend fordert der Freiheitliche faire Wettbewerbsbedingungen für heimische Bauern: „Wer hohe Anforderungen an unsere Landwirtschaft stellt, muss auch dafür sorgen, dass diese nicht durch Billigimporte aus Drittstaaten unterlaufen werden. Die heimische Landwirtschaft verdient faire Rahmenbedingungen und Planungssicherheit – nicht zusätzlichen Druck durch Produkte, die unter völlig anderen Voraussetzungen erzeugt wurden. Egal woher sie kommen: Käfigeier sind nicht zu dulden."

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