Mit Sorge reagiert der Freiheitliche Bürgermeister von Kramsach und Wirtschaftssprecher im Tiroler Landtag, LAbg. Bgm. Andreas Gang, auf die drohende Finanzierungslücke im Insolvenzentgeltfonds, der bei Unternehmensinsolvenzen unter anderem offene Löhne, Gehälter, Urlaubsersatzleistungen und Abfertigungen sichert und dem Medienberichten zufolge im kommenden Jahr rund 160 Millionen Euro fehlen könnten: „Arbeitnehmer müssen sich im Falle einer Firmenpleite darauf verlassen können, dass ihre berechtigten Ansprüche abgesichert bleiben. Gleichzeitig brauchen die heimischen Betriebe verlässliche und planbare Rahmenbedingungen.“
Die Senkung des Arbeitgeberbeitrags sei erfolgt, ohne die langfristige Finanzierung ausreichend abzusichern, führt Gang aus und verweist auf die nun neuerlich im Raum stehenden Beitragserhöhungen oder eine Kreditaufnahme: „Damit hat eine nicht nachhaltig geplante Politik Unsicherheit auf beiden Seiten geschaffen. Arbeitnehmer brauchen die Gewissheit, dass ihre Ansprüche auch in Hinkunft gesichert sind. Die Arbeitgeber wiederum dürfen nicht für das politische Versagen im Sozialbereich zur Kasse gebeten werden. Am Ende dürfen nicht beide Seiten durch die Finger schauen.“ Kurzfristige Beitragssprünge bedeuteten für die Betriebe zusätzliche Belastungen und mangelnde Planungssicherheit.
„Verlässliche Rahmenbedingungen sind eine wesentliche Voraussetzung für Investitionen und sichere Arbeitsplätze. Die Bundesregierung muss deshalb rasch für Klarheit und eine dauerhaft tragfähige Finanzierung sorgen“, fordert Gang und nimmt allen voran Landeshauptmann Anton Mattle in die Pflicht, die Interessen Tirols gegenüber dem Bund zu vertreten: „Arbeitnehmer und Arbeitgeber brauchen Verlässlichkeit statt weiterer Unsicherheit. Mattle darf nicht tatenlos zusehen. Er muss sich gegenüber der Bundesregierung für eine rasche Lösung einsetzen und beim Insolvenzentgeltfonds für Ordnung sorgen.“