„Der Brenner-Basistunnel soll die Tiroler Bevölkerung endlich vom endlosen Transitverkehr entlasten. Stattdessen droht er zur teuren Fehlinvestition zu werden, weil aus Bayern nichts weitergeht, und das auf Kosten unserer Gemeinden und der Gesundheit der Tiroler“, kritisiert der FPÖ-Gemeindesprecher im Tiroler Landtag und Bürgermeister von Kramsach, LAbg. Bgm. Andreas Gang. Während in Tirol Milliarden in den Basistunnel investiert werden, verschleppt Bayern seit Jahren den dringend notwendigen Nordzulauf. Die Verzögerungen führen dazu, dass der Lkw-Verkehr weiterhin massiv über die Brennerautobahn rollt, die Ortschaften im Unterland verstopft und die Anrainer mit Lärm, Abgasen und Feinstaub belastet, wie Gang ausführt: „Das geht zu Lasten der Gesundheit unserer Bevölkerung und der Lebensqualität in den betroffenen Gemeinden“, so der FPÖ-Politiker.
Landesrat René Zumtobel (SPÖ) ist mit seiner Verkehrspolitik krachend gescheitert. In seiner gesamten Amtszeit als zuständiger Landesrat hat er es nicht geschafft, den entscheidenden Anschluss aus Bayern zu sichern. Statt endlich Druck hört man nichts von Seiten des Landhauses. „Zumtobel hat die Zeit verschlafen, in der man die Weichen richtig hätte stellen können“, betont der FPÖ-Abgeordnete. Fakt ist: Ohne einen leistungsfähigen Anschluss aus Bayern und ohne die Verlegung der Lkw-Ladestation (Cerlade-Station), die derzeit mitten im Tiroler Unterland Wörgl an völlig falscher Stelle steht, wird der Brenner-Basistunnel seine Entlastungswirkung nie entfalten können.
Dabei verweist Gang auch auf seine eigenen Erfahrungen und die lange Geschichte des Projekts: „Schon in meiner Schulzeit wurde uns versprochen, dass der Schwerverkehr bald auf die Schiene verlagert wird – heute, Jahrzehnte später, ist der Tunnel noch immer nicht fertiggestellt“. Flankierend hält Gang fest, dass die Station aus Tirol verlegt oder an der Grenze zwischen Tirol und Bayern errichtet gehöre und sie im dicht besiedelten Unterland nichts verloren habe: „Der Transit staut sich nicht wegen Tirol, sondern wegen jahrelang verschlafener Lösungen in Berlin und München! Söder fordert Druck auf Österreich, dabei sind es die bayerische und die deutsche Politik, die den Nordzulauf seit Jahren blockieren und verzögern. Tirol hat seine Hausaufgaben gemacht, Bayern nicht“.
Die FPÖ fordert sofortigen massiven Druck auf Bayern und Berlin für den zügigen Ausbau des Brenner-Nordzulaufs, die Verlegung der Lkw-Ladestation aus dem Tiroler Unterland sowie eine echte Entlastung der Tiroler Bevölkerung statt weiterer leerer Versprechungen. „Die Tiroler haben genug von Ausreden und Verschleppungstaktik. Der Brenner-Basistunnel darf nicht zur Luftnummer werden, Bayern muss endlich liefern“, so Gang abschließend.