Die Tiroler FPÖ bekräftigt ihre klare Ablehnung gegen den Bau von Windparks in sensiblen alpinen Regionen. Anlässlich der kürzlich gestarteten Windmessungen auf der Hochalm Feldringer Böden in der Gemeinde Silz kritisiert die FPÖ-Landtagsabgeordnete Gudrun Kofler, BA, Bezirksparteiobfrau Imst und Silzer Gemeindebürgerin, das Vorhaben scharf. „Windkraft hat in sensiblen alpinen Lebensräumen absolut nichts verloren“, so Kofler.
Kofler verweist auf zahlreiche kritische Aspekte, die den Ausbau von Windkraft in hochalpinen Gebieten wie Feldringer Böden als unverantwortlich erscheinen lassen. Die geplanten Windräder mit Nabenhöhen von bis zu 100 Metern würden irreversible Schäden in der Biodiversität anrichten. „Vögel wie der Auerhahn und Fledermäuse sind durch Kollisionsrisiken massiv bedroht, wie Studien von Experten belegen“, erklärt Kofler. Zudem würde der Bau mit umfangreichem Straßen- und Infrastrukturausbau einhergehen, der Erosion fördert, Permafrost auftaut und die letzten unberührten Naturräume Tirols zerstört. „Das kollidiert frontal mit unserer Tiroler Lebensader, dem Tourismus, der auf der intakten Bergwelt basiert. Statt wirtschaftlicher Impulse drohen langfristige Verluste für die Region“, betont die Abgeordnete.
Besonders scharf kritisiert Kofler die fehlende Transparenz und Information: „Wieder einmal wurden die Standortbürgermeister nicht rechtzeitig informiert. Das ist ein Affront gegen die lokalen Vertreter und die betroffenen Bürger. Solche Projekte dürfen nicht hinter verschlossenen Türen geplant werden – die Menschen vor Ort müssen einbezogen werden!“ Die FPÖ sieht hier eine systematische Missachtung demokratischer Prinzipien und fordert einen sofortigen Stopp derartiger Planungen.
Zugleich richtet Kofler eine klare Forderung an die ÖVP: „Die ÖVP muss endlich Farbe bekennen! Als Regierungspartei kann sie nicht länger lavieren. Wir fordern eine deutliche Stellungnahme für den Erhalt unserer Alpen“. Die FPÖ plädiert stattdessen für Alternativen wie den Ausbau von Wasserkraft.