Mit breiter Mehrheit fordert das Landesparlament die Bundesregierung und Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) auf, im Rahmen der laufenden Verhandlungen auf Bundesebene sicherzustellen, dass bei den geplanten Strukturmaßnahmen die flächendeckende und bürgernahe Justizversorgung bestmöglich gewahrt bleibt.
„Die FPÖ hat das Thema sofort nach Bekanntwerden der Pläne auf die Tagesordnung gesetzt und mit dem Dringlichkeitsantrag den notwendigen politischen Druck erzeugt. Unsere Initiative wirkt. Tirol steht geschlossen gegen diese Zentralisierungspläne aus Wien. Als Landtagsabgeordnete aus dem Bezirk Imst und selbst in Silz beheimatet, weiß ich wie essenziell das Bezirksgericht Silz für unsere Region ist – zentral gelegen zwischen Ötztal und Mieminger Plateau, eine unverzichtbare Anlaufstelle für das gesamte Oberland mit kurzen Wegen und echter Bürgernähe“, erklärt FPÖ-Bezirksparteiobfrau Imst und Landtagsabgeordnete Gudrun Kofler, BA.
Die geplanten Schließungen bzw. Zusammenlegungen, die zu längeren Wegen für die Bürger, höheren Aufwänden bei Lokalaugenscheinen und einer weiteren Ausdünnung des ländlichen Raums führen würden, sind in Tirol nicht mehrheitsfähig. Das Bezirksgericht Silz muss unbedingt erhalten bleiben.
Kofler weiter: „Der gemeinsame Antrag ist ein wichtiger erster Erfolg. Gleichzeitig ist klar: Der Druck auf den Bund muss jetzt erst recht erhöht werden. Stopp der infrastrukturellen Ausdünnung des ländlichen Lebensraumes! Die Verhandlungen in Wien laufen noch und solange keine endgültige Standortgarantie vorliegt, dürfen wir nicht lockerlassen. Ich werde mich weiterhin mit aller Entschlossenheit für den Erhalt unseres Bezirksgerichts Silz einsetzen.“