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06. Februar 2026 | Landtag, Bezirke

Kofler & Knoll : Volle Solidarität mit LH-Stv. Manfred Haimbuchner.

DÖW offenbart Unkenntnis und verharmlost italienischen Faschismus.

Die Anführung des oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreters Manfred Haimbuchner im sogenannten „Rechtsextremismus-Bericht“ des Dokumentationszentrums Österreichischer Widerstand (DÖW) stellt einen neuen Tiefpunkt ideologisch motivierter Verzerrung historischer und politischer Realität dar und ist ein offener Affront gegenüber ganz Tirol. Anlass für diese Diffamierung ist die Teilnahme Haimbuchners an einer Filmvorführung über den Süd-Tiroler Freiheitskämpfer Luis Amplatz.

„Wer darin bereits ein rechtsextremes Verdachtsmoment erkennen will, offenbart weniger Sorge um Demokratie als vielmehr eine eklatante Unkenntnis – oder bewusste Verfälschung – der tirolischen Zeitgeschichte“, so die beiden Landtagsabgeordneten Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) und Gudrun Kofler (FPÖ-Tirol), die das unseriöse Verhalten des DÖW verurteilen, dem oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter ihre volle Solidarität aussprechen und ihm für sein klares Bekenntnis zu Süd-Tirol danken. 

Luis Amplatz war eine zentrale Figur des Süd-Tiroler Freiheitskampfes der 1950er und 1960er Jahre. Dieser Kampf richtete sich gegen die systematische Unterdrückung der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung Süd-Tirols durch den italienischen Staat und stand im Einklang mit dem in Artikel 1 der UN-Menschenrechtspakte verankerten Recht der Völker auf Selbstbestimmung. Amplatz wurde 1964 durch einen von italienischen Geheimdiensten gesteuerten Auftragsmord ermordet – ein historisch gut dokumentierter Vorgang. 

Der im Film dargestellte Widerstand, einschließlich Anschlägen auf faschistische Symbole und Denkmäler aus der Mussolini-Zeit – etwa das Reiterstandbild des faschistischen Diktators in Waidbruck – ist im Kontext der damaligen Entrechtungspolitik zu sehen. „Wer heute die Zerstörung von Symbolen eines totalitären Regimes als ‚rechtsextrem‘ diffamiert, relativiert nicht nur den Faschismus, sondern verabschiedet sich endgültig von einer seriösen, kontextbezogenen Analyse.“ 

Besonders absurd wird die Argumentation des DÖW dadurch, dass im Dokumentarfilm auch hoch angesehene Persönlichkeiten wie der frühere Süd-Tiroler Bildungslandesrat Bruno Hosp sowie Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder zu Wort kommen, die vom DÖW damit ebenfalls ins „rechte Eck“ gestellt werden. 

„Wenn das DÖW den Einsatz für Minderheitenrechte, Selbstbestimmung und die Zerstörung faschistischer Denkmäler mit Rechtsextremismus gleichsetzt, hat es seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit endgültig verspielt. Das DÖW agiert damit nur mehr als linksideologisches Gesinnungstribunal, das politische Gegner moralisch zu delegitimieren sucht. Manfred Haimbuchner für seine Teilnahme an einer historischen Film-Dokumentation zu brandmarken, ist nicht nur sachlich unhaltbar, sondern demokratiepolitisch gefährlich. Wer so arbeitet, untergräbt das Vertrauen in politische Bildung und missbraucht den Begriff des Extremismus zur Diffamierung.“ 

Das DÖW täte gut daran, die eigene österreichische Zeitgeschichte zu lernen, anstatt derartigen Blödsinn zu verbreiten. Führende Persönlichkeiten des Süd-Tiroler Freiheitskampfes waren zudem namhafte Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime wie Fritz Molden, Helmut Heuberger und Wolfgang Pfaundler, die vom DÖW damit ebenfalls beleidigt und als rechtsextrem abgestempelt werden.

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