18. September 2026 | Landtag, Bezirke

Kofler: „Mattles „Tiroler Weg“ endet vor den Toren des Parlaments!“

FPÖ fordert Rückholung der Finanzamts-Agenden nach Imst und Landeck

Die FPÖ-Landtagsabgeordnete und Imster Bezirksparteiobfrau Gudrun Kofler, BA wirft Landeshauptmann Mattle und den Tiroler ÖVP-Nationalräten vor, die Finanzamts-Agenden des Oberlandes kampflos nach Vorarlberg abgeschoben zu haben. Nicht nur Landeck, auch der Bezirk Imst, mit Ausnahme von Mieming, Mötz, Obsteig, Rietz und Stams, werde künftig von der „Dienststelle West III“ in Feldkirch betreut. Was Wien als Harmonisierung verkaufe, sei in Wahrheit ein teurer Schildbürgerstreich zulasten der Tiroler.

„LH Mattle gibt sich in Tirol als Anwalt der Regionen. In der Praxis“, so Kofler, „endet dieser „Tiroler Weg“ regelmäßig vor dem Parlament in Wien. Wer in Innsbruck gegen Wien donnert und in Wien dann die eigenen Anträge versenken lässt, betreibt kein Landesinteresse, sondern Schaufensterpolitik. Die ÖVP hat die Finanzamts-Agenden des Oberlandes nicht verteidigt. Punkt. Ich verlange mit aller Deutlichkeit die Rückholung der Zuständigkeiten nach Imst und Landeck. Das Oberland ist kein Anhängsel von Feldkirch. Finanzhoheit vor Ort ist Standortpolitik. Wer das nicht versteht, hat in Wien und in der Landhaus-Loge gleichermaßen versagt.“

„Das ist auch keine Verwaltungsreform, das ist eine Absage an das Tiroler Oberland. Bürger, Betriebe und Steuerberater sollen über den Arlberg fahren, damit Wien Organigramme glätten kann. Wer das für modern hält, hat den Hausverstand verloren. Wenn die Fahrtkosten und der Zeitaufwand höher sind als die drohende Strafe, ist das nicht Effizienz, sondern Rechtsverweigerung durch die Hintertür. Der Staat zwingt Tiroler Bürger in ein Verfahren, das sie sich nicht mehr leisten können“, so Kofler.

Kofler abschließend: „Wenn Innsbruck wirklich überlastet ist, dann ist dort Personal aufzustocken. Man schickt nicht Imster und Landecker Steuerzahler ins Ländle. Und man erklärt den Menschen auch nicht, warum unter 150.000 Euro der Spruchsenat in Feldkirch zuständig ist, darüber aber das Landesgericht Innsbruck. Das ist kein System, das ist ein organisatorischer Murks“.

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