„Während die Innsbrucker Stadtkoalition in Sonntagsreden gebetsmühlenartig betont, jeden Quadratmeter für leistbaren Wohnraum erkämpfen zu wollen, zeigt die Realität ein völlig anderes Bild. Laut dem heutigen Beschluss im Stadtsenat tut man genau das Gegenteil", kritisiert FPÖ-Stadtrat Markus Lassenberger die Stadtregierung hart.
Ursprünglich war im Rahmen des Projektsicherungsvertrags vereinbart worden, dass die ZIMA der Stadt bzw. der IIG ein verbindliches Kaufanbot über 21 Wohnungen mit rund 1.300 m² Wohnnutzfläche zum regulären Wohnbauförderungspreis unterbreitet. Nun soll der Bauträger ZIMA jedoch plötzlich ermächtigt werden, diese Wohnungen vollkommen frei und ohne jegliche Preisdeckelung auf dem ohnehin überhitzten Innsbrucker Markt gewinnbringend zu verkaufen. Als Rechtfertigung für den Verzicht auf die 21 Wohnungen wird angeführt, dass die Stadt im Gegenzug das Eigentum an den Räumlichkeiten des dreigruppigen Kindergartens mit etwa 600 m² sowie zwei Tiefgaragenstellplätzen unentgeltlich von der ZIMA übertragen bekommt.
Aus Sicht der FPÖ Innsbruck eine klare Mogelpackung. „Denn bei nur der Hälfte der Wohnungen soll es zu Hauptwohnsitzbegründungen kommen. Noch dazu wird der Stadt dadurch zukünftiges Eigentum und Mitsprache entzogen. Wenn die Stadt pleite ist, dann soll das der Bürgermeister das klar kommunizieren, und nicht solche Mogelpackungen vom Stapel lassen", findet Lassenberger klare Worte in Richtung Bürgermeister.
Wer gebetsmühlenartig leistbaren Wohnraum fordert, bei der erstbesten Gelegenheit aber 21 Wohnungen dem freien Markt überlässt, betreibt Scheinpolitik auf dem Rücken der Innsbrucker Bevölkerung. Das ist ein verheerendes Signal und ein wahlpolitischer Offenbarungseid dieser linken (im doppelten Wortsinn) Regierung. Ein klassischer Fall von, Wasser predigen und Wein trinken", so Lassenberger, der abschließend festhält: „Anzengruber und seine rot-grünen Raubritter versagen auf ganzer Linie und machen die Stadt für Einheimische unbezahlbar."