Nachdem die Innsbrucker Stadtregierung am gestrigen Tag zu einem Runden Tisch mit der ASFINAG gerufen hat, war die Hoffnung der FPÖ groß, endlich eine gute Lösung betreffend die Einhausung der A12 im Westen von Innsbruck zu finden. „Leider waren die Vorstellungen der ASFINAG sehr ernüchternd, denn diese schlägt lediglich eine Verbauung mit Lärmschutzwänden vor, welche Kranebitten, Mentlberg, den Sieglanger sowie die Höttinger Au vor Lärm der Autobahn schützen soll. Dies spricht aber klar gegen die Vorstellungen des Gemeinderats sowie der IG Kranebitten und der IG Einhausung, welche ganz klar eine komplette Einhausung bevorzugen", stellt FPÖ- Stadtrat Markus Lassenberger klar.
Die ASFINAG erklärte sich jedoch nur bereit, die Kosten für eine Lärmschutzwand in der Höhe von 90 Millionen Euro umfänglich zu übernehmen. „Bei einer allfälligen Einhausung, welche etwa an die 375 Millionen kosten würde, müsste der Großteil der Finanzierung von Dritten getragen werden, sprich Stadt und Land", was für die FPÖ und insbesondere Lassenberger, der im Verkehrsausschuss sitzt, so nicht hinzunehmen ist.
„Die Innsbrucker werden seit Jahren von immer mehr Verkehr auf der Autobahn belastet. Transit- und Reiseverkehr sind auf einem Allzeithoch und produzieren natürlich massiven Lärm, der für many Bewohner unserer Stadt bereits eine Gesundheitsgefährdung bedeutet. Dass sich die ASFINAG angesichts dieser Fakten auf eine interne Dienstanweisung hinausredet, die man ohne Weiteres für Tirol abändern könnte, spricht Bände. Nur wirtschaftliche Überlegungen zur Umsetzung des Lärmschutzes sind der falsche Ansatz, den die ASFINAG verfolgt. Für uns in Innsbruck geht es um eine einmalige Chance, die Autobahn einzuhausen und dort auch gestalterisch einen Mehrwert für Innsbruck zu erwirken", so Lassenberger, der schließt: „Die Einhausung ist für uns alternativlos!"