Nicht zum ersten Mal wenden sich Bewohner der Gumppstraße an die Medien, um Hilfe gegen „terrorisierende“ Jugendbanden zu finden. Bereits vor einigen Wochen wurde aufgezeigt, dass Bewohner in Pradl von Kindern und Jugendlichen belästigt, beschimpft und jetzt sogar mit „Spielzeugwaffen“ bedroht und beraubt werden. „Nun aber nimmt das Ganze ein Ausmaß an, das man nicht mehr dulden kann. Wenn bereits die Staatsanwaltschaft aufgrund der Gesetzeslage ohne Handhabe ist, wird man Maßnahmen treffen müssen, um sich der Hilflosigkeit der Anwohner anzunehmen. Vermehrte Polizeipräsenz, aber auch die Anwesenheit der MÜG können zumindest für den Anfang präventiv wirken“, fordert FPÖ-Stadtrat Markus Lassenberger.
„Man darf nichts unversucht lassen, um Herr der Lage zu werden, weshalb sich die Bundesregierung ebenso Gedanken machen muss, ob nicht die Strafmündigkeit nach unten gesetzt werden muss. Schlussendlich ändern sich die Zeiten, sodass die Kinder und Jugendlichen sehr wohl wissen, was sie tun dürfen und was nicht. In Zeiten der Digitalisierung ist es ein Leichtes, sich Informationen einzuholen und so straffrei Menschen zu belästigen, wenn nicht sogar verletzen zu können“, spricht sich Lassenberger, der im Brotberuf Polizist ist, für eine Herabsetzung der Strafmündigkeit aus.
Natürlich müsse man laut den Freiheitlichen auch die Erziehungsberechtigten in die Pflicht nehmen. „Es ist klar ihre Aufgabe, die eigenen Kinder so zu erziehen, dass sie sich gegenüber anderen Menschen ordentlich verhalten“, so Lassenberger, der jetzt aber in erster Linie Politik und Polizei am Zug sieht: „Jetzt sind jedenfalls Handlungen von Politik und Polizei gefragt, um schnellstmöglich Ruhe in Pradl einkehren zu lassen“.