Dass Bürgermeister Anzengruber seit geraumer Zeit eine Datenbrille bei Sitzungen des
Stadtsenats trägt, stößt auch FPÖ-Stadtrat Markus Lassenberger sauer auf. Es ist zwar
verständlich, dass man im Jahr 2026 die technischen Errungenschaften auch für die
politische Arbeit einsetzt, dennoch ist das Tragen von solchen KI- bzw. Datenbrillen
durchaus ungut, wenn man dem Bürgermeister gegenübersitzt. Deshalb hat man dies
auch bei Stadtsenatssitzung angesprochen damit es im Protokoll vermerkt ist. Das
Vertrauen darauf, dass diese Brille vom Bürgermeister nicht für anderen Zwecke wie
„Abhören" oder „Aufzeichnen" genutzt wird, ist enden wollend. Mir fehlt inzwischen in
der Politik das Vertrauen darauf, dass solche Sachen nicht passieren", präzisiert
Lassenberger.
„Wenn Anzengruber betont, dass diese Brille grundsätzlich zur Entlastung der Augen
dient, dann frage ich mich, warum nicht eine normale Brille ausreicht. Das würde die
politischen Mitbewerber nicht nur mit Fragen zurücklassen, sondern auch
unbeobachteter agieren lassen. Auch wenn Anzengruber meint, dass man mit Handys
usw. auch Ton- und Bildaufnahmen machen könne, mag das stimmen aber eine
Datenbrille kann dies wesentlich unauffälliger. Grundsätzlich sollte man schon davon
ausgehen können, dass „Bespitzelungen" im Innsbrucker Gemeinderat nichts verloren
haben, aber scheinbar hat der Bürgermeister keine Scham davor diese Brille öffentlich
zu tragen. Die Innsbrucker FPÖ wird jedenfalls datenschutzrechtlich prüfen lassen, ob
das Tragen in den Sitzungen so ohne weiteres möglich ist", schließt Lassenberger.
Bild KI-generiert.