Die aktuellen Entwicklungen in der Kufsteiner Stoffwindel-Affäre bringen Bürgermeister Martin Krumschnabel zunehmend in Erklärungsnot. Der Kufsteiner FPÖ-Stadtparteiobmann NAbg. GR Christofer Ranzmaier hält dazu fest: „Gut, dass nun auch der Überprüfungsausschuss festgestellt hat, was die Stadt Mitte Juli 2025 auf meine Anfrage hin bereits zugegeben hat, nämlich dass anhand der vorliegenden Unterlagen in der Gemeinde der tatsächliche Schaden weder beziffert noch nachvollzogen werden kann. Damit ist klar, dass die 27 Euro, mit denen Krumschnabel die Causa kleinzureden versuchte, nichts anderes als eine Fantasiezahl sind, die nicht der Aufklärung diente, sondern der Verharmlosung und der gezielten Ablenkung“, sieht Ranzmaier einen Versuch, die Öffentlichkeit bewusst in die Irre zu führen.
„Leider agierte Bürgermeister Krumschnabel auch in dieser Causa unter dem Motto 'Haltet den Dieb!'. Anstatt Fehler einzugestehen und Konsequenzen zu ziehen, gerät nicht der Verursacher ins Visier, sondern der Überbringer der für ihn unbequemen Wahrheit - und das mit völlig unverhältnismäßigen Attacken“, erklärt Ranzmaier.
„So kam es nun jedoch, dass die Staatsanwaltschaft die von Krumschnabel angestoßenen Ermittlungen gegen mich und meine Lebensgefährtin mangels Anfangsverdacht gar nicht erst einleitete, während im Hauptstrang der Causa jedenfalls Ermittlungen laufen, wie auch Krumschnabel bekannt sein muss. Dass ein Jurist dennoch diesen rechtlichen Rundumschlag wählt und gleichzeitig das Aufdecken des Skandals zum eigentlichen Skandal erklärt, während andere Aspekte gleichzeitig relativiert werden, wirft ein bezeichnendes Licht auf seinen politischen Zugang. Damit stürzt die Erzählung der 'Abteilung Tatortbereinigung' nun jedenfalls wie ein Kartenhaus in sich zusammen“, kritisiert Ranzmaier, der zugleich von weiteren rechtlichen Einschüchterungsversuchen in dieser Causa gegen ihn berichtete.
„So ein Vorgehen hat in der Gemeindepolitik nichts zu suchen, ist aber für die dritte Amtszeit von Krumschnabel leider symptomatisch. Es ist ein absolutes Armutszeugnis, wenn der Gemeinderat in dieser Periode mittlerweile mehr Seiten an Anwalts-, Gerichts- & Ermittlungsakten produziert hat als den Kufsteinern dienliche Gemeinderatsbeschlüsse“, erklärt Ranzmaier.
Besonders kritisch bilanziert Ranzmaier auch über eine Kette aus falschen Darstellungen und Halbwahrheiten in dieser Causa: „Weder wurde in irgendeiner Art und Weise Druck auf die Unternehmerin ausgeübt, noch habe ich im Gemeinderat über einen weiteren Fall berichtet, wie es Krumschnabel nun faktenwidrigerweise darstellt. Die Quelle habe ich bis dato bewusst geschützt, sie ist jedenfalls nicht Profiteur, sondern eher eine Art 'Superspreader' dieses unmoralischen Angebots.“
Abschließend fordert die FPÖ Kufstein jedenfalls klare Konsequenzen: „Wer so Politik macht, beschädigt nicht nur seine Gegner, sondern das Vertrauen in die Politik insgesamt. Kufstein hat sich mehr verdient: vollständige Aufklärung und endlich eine Politik auf Basis von Fakten und Rechtsstaatlichkeit, was insbesondere der Bürgermeister dringend beherzigen sollte.“