Mit Unverständnis reagiert FPÖ-Bezirksparteiobmann Vinzenz Schedle auf die jüngsten Aussagen der Tiroler ÖVP zum Fernpasspaket. „Die ÖVP versucht einmal mehr, von ihrer eigenen Verantwortung abzulenken. Von Taschenspielertricks zu sprechen, ist bemerkenswert. Der wahre Trick der ÖVP besteht darin, von ihren jahrzehntelangen Versäumnisse abzulenken und jede berechtigte Kritik als Wahlkampftaktik abzutun. So entzieht man sich einer inhaltlichen Debatte”, erklärt Schedle.
Für die FPÖ steht fest, dass jetzt endlich sachlich und ohne Scheuklappen über alle Möglichkeiten gesprochen werden muss. „Wir sind gesprächsbereit und offen für alle Varianten, die zu einer echten Entlastung der Bevölkerung führen. Dazu gehört selbstverständlich auch die seit Jahren diskutierte Großtunnelvariante. Wer diese Möglichkeit von vornherein ausschließt, betreibt keine ergebnisoffene Verkehrspolitik, sondern Ideologie.“
Der Bezirksparteiobmann betont, dass die Menschen im Außerfern keine halben Lösungen brauchen. „Die betroffene Bevölkerung braucht keine Schnellschuss Aktion. Sie braucht endlich Maßnahmen die kurz, mittel aber auch langfristig Entlastung entlang der B179 bringen. “
Kritisch sieht Schedle auch den Umgang der Tiroler Volkspartei mit den betroffenen Bürgern. „Die ÖVP scheut den offenen Diskurs mit der Bürgerinitiative. Wer überzeugt ist, die beste Lösung zu haben, sollte keine Angst vor einer sachlichen Diskussion haben. Stattdessen werden kritische Stimmen abgewertet und die Anliegen vieler Bürger ignoriert. Wir stehen klar für eine Miteinbindung der Bevölkerung durch eine Volksbefragung“
Besonders scharf kritisiert die FPÖ die geplante Maut. „Die Tiroler ÖVP will nicht Politik für die Menschen im Außerfern machen, sondern über sie hinweg entscheiden – und dabei auch noch kassieren. Nach Jahrzehnten des politischen Versagens sollen ausgerechnet jene Menschen, die täglich unter der Verkehrssituation leiden, zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Das ist der falsche Weg.“
Abschließend fordert Schedle einen echten Neustart in der Verkehrspolitik. „Das Außerfern braucht keine parteipolitischen Angriffe, sondern einen ehrlichen Dialog und die Bereitschaft, alle sinnvollen Lösungen auf den Tisch zu legen. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Genau dafür setzt sich die FPÖ ein.“