Die im Sommer kolportierten Pläne der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), bundesweit über 60 regionale Servicestellen zu schließen, scheinen nun vom Tisch zu sein, wie FPÖ-NAbg. Christoph Steiner heute aus dem Gesundheitsausschuss des Parlaments berichtet, wenn man den Ausführungen, der heute anwesenden Staatssekretärin für Gesundheit im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Ulrike Königsberger-Ludwig, Glauben schenken darf.
„Der Schließungsstopp für Servicestellen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ist alleiniger Verdienst der FPÖ, wenn die Aussagen der Staatssekretärin stimmen“, zeigen sich Steiner und Tirols Gesundheitssprecher im Tiroler Landtag, LAbg. KR Patrick Haslwanter, zuversichtlich. Beide verweisen darauf, dass alleine in Tirol die Standorte Imst, Telfs, Kufstein und Zell am Ziller dem Sparstift zum Opfer gefallen wären.
Steiner verweist an seine Position: „Wenn ‚Kassenfürsten‘ in Wien beschließen, den ländlichen Raum auszuhungern, dann wäre dies ein beispielloser Skandal gewesen. Menschen vor Ort, die jahrzehntelang brav ihre Beiträge eingezahlt haben, würden nämlich plötzlich vor verschlossenen Türen stehen. Für uns Freiheitliche war und ist ganz klar: Sparen am System und beim aufgeblähten Verwaltungsapparat ist dringend notwendig, aber dieser einseitige Kahlschlag wäre kein Sparen am System gewesen, sondern ein Sparen auf dem Rücken der Betroffenen in den Regionen“, so Steiner.
Haslwanter erinnert diesbezüglich an die drohenden Schließungen bei den Bezirksgerichten und den Einsparrungen bei den Finanzämtern, die „zulasten der ländlichen Bevölkerung und zu Lasten der Standortgemeinden gehen.“