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Wurm: „Bargeldschutz ist Gebot der Stunde.“

FPÖ-Konsumentenschutzsprecher fordert, Cent- und Euro- Bargeldmünzen sowie Scheine zu erhalten – Keine Aufrundung von Preisen im Zuge der Abschaffung von kleinen Münzen

„Ich betreibe das Thema Bargeldschutz nun schon seit dem Jahr 2013 und muss erleben, wie diese wichtige Thematik seitens der ÖVP-Bankenlobbyfraktion – aktuell mit Hilfe der Grünen – auf die lange Bank geschoben und konsequent ignoriert wird. Obwohl sich im letzten Konsumentenschutzausschuss alle Fachexperten einig waren und sich ohne Wenn und Aber für den Schutz des Bargelds aussprachen, haben sich die beiden Regierungsfraktionen abermals dazu verstiegen, alle Anträge zu vertagen. Dieses Verhalten ist in Anbetracht der derzeitigen Krisensituation, in der das Bargeld als gedruckte Freiheit wichtiger ist denn je, absolut letztklassig und für die österreichischen Konsumenten ein herber Rückschlag“, so FPÖ-Konsumentenschutzsprecher NAbg. Peter Wurm im Nationalrat.

„Konkret geht es um zwei Problemkreise. Einerseits die Frage nach der Örtlichkeit – wie und wo komme ich zu meinem Bargeld? Andererseits die Frage nach den Kosten – komme ich kostenlos zu meinem Bargeld? Derzeit gibt es in Österreich ca. 9.000 Bankomaten, ungefähr 83 Prozent davon befinden sich im Eigentum der Banken, Tendenz sinkend. Im ländlichen Raum bedeutet dies bereits jetzt, dass die Konsumenten mehrere Kilometer Weg auf sich nehmen müssen, um einen Bankomaten zu erreichen. Nach der derzeit gültigen Rechtslage dürfen Banken für Bargeldabhebungen Geld verlangen. Momentan geschieht dies indirekt über die Kontoführungsgebühren und Spesen über das handelsübliche Girokonto. Allerdings könnte die Bank schon morgen hergehen und für eine Bargeldabhebung extra Gebühren verrechnen, dieser Vorgang wäre rechtlich gedeckt“, warnte Wurm.

„Eines ist für mich jedenfalls klar. Der Masterplan der Bargeldabschaffung schreitet in der Europäischen Union weiter voran. Nach der Beseitigung der 500 Euro-Geldscheine geht es jetzt den 1- und 2-Cent-Münzen durch die Eurokraten in Brüssel an den Kragen. Damit würden in weiterer Folge alle Preise auf 5-Cent aufgerundet werden, was in der Masse für die Konsumenten einen ordentlichen Preisschub nach oben bedeuten würde. Einerseits möchte man Konsumenten und Wirtschaft in den bargeldlosen Zahlungsverkehr abdrängen, andererseits soll kein Produkt und keine Dienstleistung mehr billiger als 1 Euro sein“, kritisierte Wurm.

„Daher besteht die FPÖ darauf, dass einerseits die Cent- und Euro-Bargeldmünzen in ihrem aktuellen Bestand erhalten bleiben und anderseits keine Aufrundung von Preisen für Waren und Dienstleistungen im Zuge der Abschaffung von Cent- und Euro- Bargeldmünzen erfolgt“, sagte Wurm.

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