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Wurm: " Österreich muss seine Schutzmachtfunktion endlich wieder ernstnehmen"

FPÖ fordert Südtirol-Gedenkfeierlichkeiten des Landes

Genau heute vor 100 Jahren ereignete sich der Auftakt zur faschistischen Unterdrückung der Südtiroler, der als Bozner Blutsonntag in die Geschichte einging. Damals wurden an die 50 Südtiroler verwundet und zwei wurden kaltblütig ermordet. Das bekannteste Opfer ist Franz Innerhofer aus Marling. Die FPÖ nimmt dies zum Anlass, um an die leidvolle Südtiroler Geschichte zu erinnern und auf die Probleme der Gegenwart aufmerksam zu machen.


"Dass das Thema Südtirol für die ÖVP schon lange keine Rolle mehr spielt, ist hinlänglich bekannt. Dennoch ist es ärgerlich, dass man nicht einmal zum 100-jährigen Gedenken ein Posting des Landes Tirol auf Facebook oder ein Hinweis auf der Website des Landes findet. Das ist beschämend", verleiht der freiheitliche Südtirolsprecher im Nationalrat, Peter Wurm seiner Enttäuschung Ausdruck.


Für Wurm haben die Ereignisse vor 100 Jahren durchaus Gegenwartsbezug: "Franz Innerhofer, der sein Leben ließ, weil er sich schützend vor einen 8-jährigen Buben stellte, sollte uns gerade dieser Tage Vorbild sein. Auch wenn die Gefahr dieser Tage nicht der Blick in einen Waffenlauf ist, so sollten wir uns dennoch schützend vor unsere Kinder stellen, wenn es darum geht, dass der Staat unseren Kindern die Zukunft raubt und mit ihrer psychischen Gesundheit spielt."


Darüber hinaus hat für Wurm die Corona-Krise gezeigt, dass "weder die Autonomie noch die Europaregion die Lösung sind. Wenn es hart auf hart kommt, ist Südtirol auf Gedeih und Verderb Italien ausgeliefert, was sich gerade im Gesundheitsbereich als fatal herausstellte. Darüber hinaus haben wir gesehen, wie schnell die Grenzbalken am Brenner wieder unten sind, wenn es ans Eingemachte geht. Aus diesem Grund ist der Ruf nach Wiedervereinigung aktueller denn je und eben kein Relikt aus dem letzten Jahrhundert." Die sollte man sich am heutigen Gedenktag vor Augen führen.

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